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Leher Kleingärtner haben Angst vorm Altmetall

Könnten Schadstoffe aus einem stillgelegten Schrotthandel in angrenzende Gärten geraten? Die Kleingärtner am Wischacker haben Angst, dass die schillernde Haut auf einigen Gräben gefährlich ist. Vor allem für die spielenden Kinder. Der Metall-Recyclingbetrieb gegenüber ist seit Dezember stillgelegt. Die Anlieger fragen sich: Ist der Boden ringsum giftig?

Umweltamt spült Boden durch

Genau hinter dem großen Schrotthandel-Areal fließt ein Graben entlang des Spikaer Wegs. Darauf schillert eine ölige Lache. 100 Meter weiter prüft die Stadt Bremerhaven seit 2012 ohnehin die Bodenbelastung. Denn dort stand einst eine Maschinenfabrik und vor 100 Jahren die Leher Gasanstalt. Mit einer Zuckerrohrlösung durchspült das Umweltschutzamt das Gelände. Die Bakterien zersetzen allmählich die Schadstoffe.

Ölfilm auf Graben hat natürliche Ursache

Doch die Ölhaut auf den Gräben am Schrotthandel sei ungefährlich, gibt das Umweltamt auf Nachfrage Entwarnung. „Es sieht nach natürlichem Eisen-Ocker aus“, sagt Abteilungsleiter Jörg Reinhold.  Ursache sei eine Ausflockung des eisenhaltigen Grundwassers.

Der ölig schillernde Film auf einigen Gräben macht Kleingärtnern Angst.

Schrotthandel hat aufgegeben

Was aus dem Betriebsgelände am Wischacker weiter geschieht, steht in den Sternen. Die Geschäftsführung möchte sich nicht zur Schließung der Traditionsfirma äußern. Die Jacob GmbH war in dritter Generation in Familienhand und hat sich zum Recyclingspezialisten entwickelt. Branchenkenner vermuten, dass die eher kleine Firma sich auf dem hart umkämpften Markt um Metall-Entsorgung nicht mehr hatte halten können.

Kleine alte Elektrogeräte müssen zur BEG

Um Firmen im Metallgewerbe kümmert sich jetzt die Entsorgungsfirma Bauer, Tochter der BEG.  Wer sein privates Altmetall entsorgen will, kann es ebenfalls dort oder bei anderen Schrotthändlern anliefern. Kleine metallhaltige Elektrogeräte müssen bei den Bremerhavener Entsorgungsbetrieben BEG abgeliefert werden.