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Verlassener Bunker sorgt bei Anwohnern für Unmut

Ein Splitterbunker Baujahr 1943 sorgt im Kleingartengebiet Twischkamp/Eckernfeld für Unmut. Denn das Kriegsrelikt ist ruinös, voller Scherben, Bruch und Unrat. Dennoch tummeln sich dort oft die Kinder aus der Nachbarschaft.  Warum die Stadt das nicht verhindere, fragen Laubenpieper ringsum.

Ruine steht seit 20 Jahren leer

Eigentümer des rund 6×18 Meter großen, eingeschossigen Bunkers ist die Stadt. In den vergangenen Jahrzehnten wurde der flache Bau gepachtet und gewerblich genutzt. Unter anderem ein Tante-Emma-Laden, eine Strumpffabrik und zuletzt ein Autoschrotthandel waren seit Kriegsende darin. Doch seit 20 Jahren steht der Bunker leer und gammelt.

Lebensgefährlicher Spielplatz für Kinder

Die Stäwog als städtische Verwalterin hatte vor Jahren zwar das Grundstück umzäunt und alle Eingänge verbrettert. Doch das wurde alles längst wieder niedergerissen. Der Zutritt auf das lebensgefährliche Gelände ist bequem vor allem für Kinder möglich.  Doch die Stadt hat das Areal drumherum ohnehin im Visier.

Teil eines Entwicklungsgebiets für Bauland

Denn das Grabeland- und Gartengelände ist Teil des städtebaulichen Entwicklungskonzepts „Neue Aue“. Geprüft werden Wasser- und Bodenqualität und die Eignung des 1,4 Hektar großen Areals als Bauland. „Wir prüfen jetzt auch die Kosten, ob wir den Bunker abreißen können“, sagt Frank Jacobsen, kaufmännischer Betriebsleiter von Seestadt-Immobilien. „Ab über 5000 Euro haben wir daher keine Chance.“ Was weiter geschieht, sei unklar. Immerhin soll das morbide Gebäude sofort besser abgesichert werden.