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Massenhafter Betrug: Bremerhavener Senior und seine Rentner-Komplizen vor Gericht

Vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 68 und 71 Jahren müssen sich von heute (Mittwoch) an am Landgericht Stade wegen Betrugs von Immobilienanlegern in knapp 60 Fällen verantworten.

Ein Angeklagter aus Bremerhaven

Zu dem Quintett gehören auch auch Anwälte und Notare aus dem Raum Bremen sowie einer aus Bremerhaven. Die Angeklagten sollen  in der Zeit von Mai 2004 bis Februar 2011 Anleger in der gesamten Bundesrepublik dazu verleitet haben, ihr Geld in überteuerte Immobilien zu investieren.

58 Anklagefälle

Bei den 58 Fällen, die zur Anklage kommen, sind je Fall Schäden in der Größenordnung zwischen 60.000 und 165.000 Euro entstanden. Den Angeklagten wird weiterhin vorgeworfen, zur Finanzierung der Immobilien mehrere Banken mit gefälschten Bonitätsunterlagen getäuscht zu haben.

Banken geschädigt

Die mutmaßlichen Betrüger sorgten dafür, dass unter anderem Obdachlose Immobilien kaufen konnten, indem sie Banken eine gute Bonität vortäuschten. Die Kreditinstitute wurden erheblich geschädigt.

Immobilien auch in Cuxhaven

Die Objekte befanden sich unter anderem in Cuxhaven und in Neuhaus (Oste), eine Rolle spielt eine ehemalige Immobiliengesellschaft in Hagen-Börsten.

Verteidiger schikanieren Gericht

Am ersten Prozesstag haben die 13 Verteidiger der Angeklagten das Gericht mit Anträgen schikaniert, um den Prozess zu verschleppen: So hieß es, dass einige Mandanten Rückenschmerzen hätten, anderen war die Heizung zu kalt oder das Gericht wurde als befangen angesehen. Daher kommt es möglicherweise erst am nächsten Prozesstag zur Verlesung der Anklageschrift.