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Eisbären können Bayern nicht stoppen

Stark gekämpft, Überraschung verpasst: Die Eisbären Bremerhaven haben am Sonntag im Hanse-Game dem Überteam von Bayern München einen großen Kampf geboten. Trotzdem verlor man vor der Traumkulisse von 9520 Zuschauern am Ende deutlich mit 73:108. Tragisch: Gleich zwei Leistungsträger waren nicht dabei.

Karvel Anderson fällt kurzfristig aus

Noch vor dem Tip-Off mussten die Eisbären eine Hiobsbotschaft verkraften. Shooting Guard Karvel Anderson hatte sich im Abschlusstraining eine Knieprellung zugezogen und musste auf der Bank Platz nehmen. Ausgerechnet Anderson. Er war in den letzten drei Spielen mit 18,3 Zählern im Schnitt bester Eisbär in der Offensive. Damit fehlten mit Team-Kapitän Harper Kamp (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Anderson gleich zwei Leistungsträger.

Elliott macht die ersten Punkte

Trotz der denkbar schlechten Ausgangslage gingen die Eisbären mit Volldampf in die Partie. Und es ging prächtig los: mit einem Steal plus anschließendem Dreier von Ivan Elliott. 3:0. Die Halle bebte. Allerdings zeigten die Bayern im Anschluss mal kurz, warum sie Dritter in der BBL sind. Sie antworten mit einem 11:0-Lauf und erstickten so früh die Hoffnungen der Eisbären auf ein enges Spiel im Keim.

Kein Heimbonus bei den Schiedsrichtern

Der Rückstand wuchs in der Folge weiter an. Zum einen, weil Bayern gut traf. Und zum zweiten, weil die Eisbären nicht gerade einen großen Heimbonus bei den Schiedsrichtern hatten (13 Fouls im 1. Viertel). 19 Freiwürfe bekam der FCB allein in den ersten zehn Minuten zugesprochen. Beim Stand von 17:35 ging es in die erste Pause.

Hulls und Diggs drehen auf

Im Vergleich zum ersten Quarter hielten die Eisbären im zweiten Durchgang besser mit. Vor allem die beiden Guards  Jordan Hulls und Quincy Diggs (nur zwei Punkte im ersten Quarter) drehten auf. Allein 14 der 21 Punkte gingen auf ihr Konto. So konnte die Eisbären den Rückstand bis zur Pause mit 22 Punkten noch im Rahmen halten.

Emotionen kochen hoch

Die Frage vor dem Start in die 2. Halbzeit war: Können die Eisbären die Partie noch mal spannend machen? Die knappe Antwort: Jein. Zumindest zu Beginn des 3. Quarters kam das Team von Headcoach Sebastian Machowski auf 14 Zähler ran. Hulls traf doppelt aus der Distanz (51:65, 25.). Doch dann kochten die Emotionen hoch. Auf einen höchst umstrittenen Foulpfiff gegen Fabian Bleck folgten hitzige Diskussionen – und zwei technische Fouls gegen Bremerhaven.

Bayern macht die 100 Punkte voll

Während die Eisbären (nicht zu unrecht) mit den Schiedsrichtern haderten, blieben die Bayern in der Folge eiskalt und zogen wieder davon (60:81, 30.). Den Hundertsten Punkte des FCB markierte Nachwuchsmann Georg Beyschlag mit einem Freiwurf. Auch der junge Bremerhavener Ex-Bayer Sebastian Schmitt bekam zum Schluss noch ein paar Minuten, schaffte aber keinen Korberfolg mehr.

Christian Heinig

Christian Heinig

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Christian Heinig, Jahrgang 1982, stammt gebürtig aus Berlin. Seit 2017 ist er Sportredakteur der NORDSEE-ZEITUNG. Seine Spezialgebiete sind Basketball, Fußball und US-Sport.