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Eisbären geben Spiel in der Schlussphase aus der Hand

Die Eisbären Bremerhaven haben ihren Negativlauf in der Basketball-Bundesliga nicht stoppen können. Das Team von Trainer Sebastian Machowski unterlag bei den Gießen 46ers mit 84:88 (40:40). Für die Seestadt-Korbjäger war es die sechste Niederlage in Folge. Daran änderten auch die 30 Punkte des überragenden Spielmachers Jordan Hulls nichts. 

Leistungsträger kehren zurück aufs Parkett

Erstmals seit drei Spielen konnten die Eisbären wieder in Bestbesetzung antreten. Harper Kamp feierte nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk sein Comeback, auch Karvel Anderson stand nach überstandenen Knieproblemen wieder zur Verfügung. Power Forward Kamp machte jedoch eine unglückliche Figur und sammelte in der ersten Halbzeit in etwas mehr als drei Minuten Spielzeit drei Fouls.

Eisbären-Spielmacher Hulls bleibt ohne Fehlwurf

Das Spiel in der Sporthalle Gießen-Ost war nichts für Basketball-Feinschmecker. Beide Mannschaften boten den Zuschauern viel Stückwerk. Zahlreiche Ballverluste belegten das. Die Seestadt-Korbjäger hatten Probleme mit der Presse der Gießener. Dennoch brachten sie viele Punkte auf die Anzeigetafel, zur Halbzeit stand es 40:40. In Reihen der Gäste war Jordan Hulls besonders gut aufgelegt. Der Spielmacher blieb im ersten Durchgang ohne Fehlwurf und schenkte den Mittelhessen drei Dreier ein.

Diggs blüht im dritten Viertel auf

Im dritten Viertel zeigte Quincy Diggs, was in ihm steckte. Der in der ersten Halbzeit unauffällige Guard hatte jetzt einige gute Aktionen und sorgte für Entlastung in der Offensive. Mit elf Punkten hatte Diggs großen Anteil daran, dass sich die Eisbären erstmals auf sechs Punkte absetzen konnten (61:55, 27.). Das blieb aber eine Momentaufnahme. Gießen kämpfte sich wieder heran und lag nach 30 Minuten nur noch mit zwei Zählern hinten (62:64).

In der Schlussphase zu viele Fehler gemacht

„Wir können dieses Spiel gewinnen“, schwor Machowski seine Profis in einer Auszeit ein. Dazu kam es aber nicht, weil die Gäste in der Schlussphase mehr Fehler machten als die Gießener. Ein Offensivfoul von Diggs, ein Schrittfehler von Hulls, zwei vergebene Freiwürfe von Diggs – das warf das Machowski-Team zurück, als es um den Sieg ging. Damit schafften es die Eisbären nicht, sich für eine durchaus engagierte Vorstellung zu belohnen.

Dietmar Rose

Dietmar Rose

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Dietmar Rose ist Sportredakteur bei der Nordsee-Zeitung mit den Schwerpunkten Fußball, Basketball und Tennis. Der gebürtige Münsteraner kam 1997 nach seinem Studium nach Bremerhaven.