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Im Nordderby ist für die Eisbären nichts zu holen

Im Nordderby der Basketball-Bundesliga haben die Eisbären Bremerhaven eine Niederlage hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Sebastian Machowski verlor mit 70:85 (36:42) bei den EWE Baskets Oldenburg. Für Oldenburg war es der achte Sieg in Folge.

Nordderby vor ausverkauftem Haus

Beide Mannschaften boten den 6000 Zuschauern in der ausverkauften EWE-Arena von Beginn an einiges. Die Seestadt-Korbjäger erwischten den besseren Start und lagen nach fünf Minuten Minuten mit 12:8 in Führung. Das reizte die Gastgeber, die sich unbedingt für die Niederlage im Hinspiel in der Bremer ÖVB-Arena revanchieren wollten. Oldenburg schlug zurück und holte sich mit einem 10:0-Lauf die Führung zurück. Vor allem Rickey Paulding war in dieser Phase nicht zu halten. Das Oldenburger Urgestein hatte bereits nach zehn Minuten zwölf Punkte auf dem Konto.

Die Wurfquote spricht für Oldenburg

Dank einer extrem starken Wurfquote entschieden die Baskets das erste Viertel deutlich mit 29:20 für sich. Die Oldenburger nutzten fünf ihrer zehn Dreierversuche zu Punkten. Insgesamt lag die Feldwurfquote der Gastgeber bei herausragenden 53 Prozent.

Zonenverteidigung schmeckt den Baskets nicht

Machowski stellte an alter Wirkungsstätte auf eine Zonenverteidigung um, was den Oldenburgern nicht besonders schmeckte. Beim Team von Trainer Mladen Drijencic häuften sich jetzt die Fehlversuche. Knapp sechs Minuten lang blieben die Baskets gegen die nun entschlossener verteidigenden Eisbären ohne Punkte. Das Machowski-Team kam sogar bis auf einen Zähler heran (34:33, 18.), ließen den Gegner dann aber wieder vom Haken. Zur Halbzeit betrug der Rückstand der Gäste acht Punkte (36:42).

Beide Teams haben ihre Läufe

Basketball ist ein Spiel der Läufe – diese Weisheit bewahrheitete sich auch im zweiten Durchgang. Bei den Eisbären ging zunächst gar nichts. In den ersten fünf Minuten nach der Pause warfen die Gäste nur fünf Punkte. Oldenburg nutzte das, um sich erstmals auf 15 Punkte abzusetzen (52:37, 24.). Das Spiel schien gelaufen zu sein. Doch die Eisbären kämpften sich erneut zurück und kamen mit einem 9:0-Lauf auf 52:46 heran (27.). Drijencic nahm eine Auszeit und brachte seine Profis wieder in die Spur. Nach 30 Minuten hatten die Baskets die Nase wieder zweistellig vorne (60:48).

Gute Szenen von Waverly Austin

Abschütteln ließen sich die Eisbären jedoch nicht. Waverly Austin hatte jetzt einige gute Szene und hielt sein Team im Spiel. Der Center sorgte dafür, dass sich die Oldenburger nicht nur auf den überragenden Quincy Diggs konzentrieren konnten. Zum Sieg reichte es für das Machowski-Team aber nicht. Als der glänzend aufgelegte Paulding 1:36 Minuten vor Schluss einen Fastbreak zum 83:67 nutzte, war das Nordderby zu Gunsten Oldenburgs entschieden.

Dietmar Rose

Dietmar Rose

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Dietmar Rose ist Sportredakteur bei der Nordsee-Zeitung mit den Schwerpunkten Fußball, Basketball und Tennis. Der gebürtige Münsteraner kam 1997 nach seinem Studium nach Bremerhaven.