Anzeige

Eisbären beenden Negativserie gegen Würzburg

Im letzten Spiel des Jahres haben die Eisbären Bremerhaven ihre Negativserie in der Basketball-Bundesliga beendet. Vor 3070 Zuschauern in der Stadthalle gab es einen verdienten 93:88 (46:45)-Heimsieg gegen die Baskets Würzburg. Für die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski war es das erste Erfolgserlebnis nach fünf Niederlagen in Folge. 

Würzburg holt viele Offensivrebounds

Die Appelle an die Ehre der Spieler nach dem Offenbarungseid beim 61:77 in Braunschweig zeigten Wirkung. Das Machowski-Team präsentierte sich deutlich engagierter, kämpfte um jeden Ball und zeigte sogar längst verloren geglaubte Spielfreude. Einzig die Rebounds blieben ein großes Problem. Würzburg lag nach dem ersten Viertel auch deshalb mit 22:18 vorne, weil die Mannschaft des früheren Eisbären-Coaches Doug Spradley sechs Offensivrebounds holte.

Aleksandrov führt sich beim Heimdebüt gut ein

Die Gastgeber ließen sich von dem Rückstand aber nicht entmutigen. Vor allem in der Offensive lief es deutlich besser als in den vergangenen Wochen. Neuzugang Nemanja Aleksandrov traf im zweiten Viertel bei seinem Heimdebüt zwei wichtige Dreier. Zudem attackierten Quincy Diggs und Harper Kamp immer wieder den Würzburger Korb. Das Ergebnis eines mutigen Auftritts war die 46:45-Führung zur Halbzeit.

Eisbären legen einen 8:0-Lauf hin

Es blieb ein ganz enges Duell, in dem sich kein Kontrahent so richtig absetzen konnte. Erst gegen Ende des drittes Viertel lag das Momentum bei den Bremerhavenern. Mit einem 8:0-Lauf zogen die Eisbären von 62:65 auf 70:65 davon (30.). In dieser Phase gab der enorm fleißige Diggs mit fünf Punkten in Folge wichtige Impulse.

Erstmals mit zehn Punkten vorne

Die starke Phase der Gastgeber hielt bis ins Schlussviertel an. Sechs Minute vor Spielende lagen die Eisbären erstmals mit zehn Punkten vorne (78:68, 34.). Grund dafür war ein 16:3-Lauf seit der 28. Minute. Die Würzburger blieben siebeneinhalb Minuten ohne Feldkorb. Die Eisbären ließen den Gegner jetzt nicht mehr vom Haken und behielten die Nerven. Es war erst der zweite Sieg im neunten Duell mit den Franken.

Einen Monat Pause bis zum nächsten Spiel

Nach dem Würzburg-Spiel geht das Machowski-Team in eine lange Pause. Erst in einem Monat sind die Seestadt-Korbjäger wieder gefordert. Am Sonnabend, 29. Januar, ist Aufsteiger Science City Jena im ersten Rückrunden-Spiel in der Stadthalle zu Gast. Die vierwöchige Auszeit hat drei Gründe. Zum einen fällt das für Anfang Januar geplante Spiel bei Phoenix Hagen wegen der Insolvenz der Westfalen aus. Am zweiten Januar-Wochenende legt die Bundesliga wegen des All-Star-Spiels in Bonn eine Auszeit ein. Darüber hinaus wurde das für den 21. Januar angesetzte Spiel gegen Vizemeister und Tabellenführer ratiopharm Ulm wegen der Pokal-Qualifikation auf 14. Februar verlegt. So kommen die Eisbären-Profis zu einigen unerwarteten Urlaubstagen.

Mehr auf nord24:
Machowski tritt beim BBL-Allstargame an
Dietmar Rose

Dietmar Rose

zeige alle Beiträge

Dietmar Rose ist Sportredakteur bei der Nordsee-Zeitung mit den Schwerpunkten Fußball, Basketball und Tennis. Der gebürtige Münsteraner kam 1997 nach seinem Studium nach Bremerhaven.