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Alle lieben Obereversand

Die Sonne war der Star des Leuchtturmfestes am Obereversand in Dorum-Neufeld. Ein Märchenbuch-Sonnenuntergang verzauberte unzählige Gäste und legte eine besondere Stimmung über den Festplatz. Nach der Renovierung der sturmflutgeschädigten Seebäderbrücke stand Dorums Wahrzeichen im Mittelpunkt eines Festes. Am Sonntag konnten die Gäste den schwarzen Riesen sogar kostenlos kennenlernen. Rund 1200 Besucher nutzten diese Gelegenheit.

Um dem Leuchtturmfest auch musikalisch einen besonderen Rahmen zu geben, hatte der Förderverein am Wochenende auch für Livemusik gesorgt. Als abends „The Cashmen“ mit ihrem speziellen Jonny-Cash-Harbour-Sound auf der Bühne standen, übernahm die Natur plötzlich die Regie und sorgte für einen fulminanten Sonnenuntergang, der den Festplatz und die Leuchtturmwiese in fast unwirkliches, rotes Licht tauchte. Über dem Watt sank der riesengroße Feuerball immer tiefer und verschwand direkt hinter der Silhouette des schwarzen Riesen im Meer.

„Einfach nur schön“

Unzählige Urlauber und Einheimische hatten es sich am Priel auf den Holzliegen und Bänken sowie direkt am Watt gemütlich gemacht und verfolgten das Naturschauspiel mit den Ohrwürmern von Jonny Cash im Hintergrund. „Einfach nur schön“, konnte man immer wieder hören. Getoppt wurde die Inszenierung nur noch vom Sternenhimmel, der über Dorum-Neufeld leuchtete.

Begonnen hatte der Sonnabend mit einer Lesung des Krimiautors Hardy Pundt, der unter anderem seinen Küstenkrimi „Wattentod“ vorstellte. Das Foto mit dem Leuchtturm Obereversand sei eigentlich nur rein zufällig auf dem Cover seines neuen Buches gelandet, gestand er den Zuhörern. Der Verlag hätte das Bild ausgesucht. Da einer der Hauptakteure vom Dorumer Kutterhafen aus zum Knechtsand aufbricht, sei das Foto so auch in Ordnung, meinte der Autor.

Mobile Fischbratküche

Auch am Sonntag riss der Strom der Liebhaber maritimer Seezeichen nicht ab. Besonders zur Mittags- und zur Kaffeezeit drängten sich die Besucher im Zelt und an der Seebäderbrücke. Dort hatte auch der Förderverein seine mobile Fischbratküche aufgebaut und versorgte die hungrigen Gäste wie am Fließband mit frisch gebratenem Schollenfilet und Kartoffelsalat. „Riesenportionen, topfrisch und grätenfrei“ hieß es am Verkaufstresen. Gesponsert wurden die Fischfilets von Krabben-Bremer in Dorum-Neufeld.

Mehr als 1000 Besucher ließen es sich nicht nehmen, über 84 Treppenstufen die untere Plattform des Turms zu erklimmen und die Möglichkeit einer kostenlosen Führung durch die Arbeitswelt der Leuchtturmwärter mitzuerleben. „Wir werden wohl diesmal die 1200-Besucher-Marke knacken“, freute sich der Vorsitzende des Fördervereins Horst Schowalter.

Imposanter Blick über Hafen und Weser

Von der oberen Galerie bot sich den begeisterten Besuchern ein imposanter Blick auf den Dorumer Kutterhafen und die Schifffahrtsstraße Weser mit den alten und neuen Leuchttürmen. Wieder auf festem Boden angekommen, duftete bereits der Kaffee aus dem kleinen Festzelt. Hier hatten die Frauen des Fördervereins eine gemütliche Kaffeetafel gedeckt und lockten mit selbst gebackenem Kuchen und Torten. (ul)

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Tim Albert

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Tim Albert, Jahrgang 1968, ist Desk-Chef der Nordsee-Zeitung. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die nationale und internationale Politik sowie die Digitalisierung (fast) aller Lebensbereiche.