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Mitten in Sievern: Raubtier beißt Reh die Kehle durch

Mitten in Sievern hat ein Raubtier am Wochenende ein Reh gerissen. Ein Jäger hält einen Wolfsangriff für wahrscheinlich. Die Nähe zur dichten Bebauung nahe des Ortskerns halten viele Bürger für bedenklich.

Kehle durchgebissen

Holger Junghans aus Sievern machte am Sonntag eine unschöne Entdeckung auf der an sein Wohnhaus angrenzenden Wiese. Er fand dort ein totes Reh mit fehlender Kehle und dachte gleich: „Das war der Wolf.“ Der herbeigerufene Jäger und Revierpächter teilte diese Vermutung und hat den Kadaver inzwischen abgeholt. „Man hat ja schon öfter gehört, dass Wölfe Wildtiere reißen, aber die Nähe zur dichten Bebauung, wie hier nahe des Ortskerns ist doch sehr bedenklich“, kommentierte Sieverns Ortsbürgermeisterin Rita Dehn (Bürgerfraktion) den Vorfall.

Ganz nah dran an den Häusern

Wenn der Wolf die Landesstraße 135 überquert hätte, die direkt an die Wiese angrenzt, wäre er mitten im Ort gewesen. „Die Jungwölfe trennen sich um diese Zeit von ihrem Rudel und gehen eigene Wege“, erklärt Revierförster Stefan Brößling das Verhalten des Tieres. Auch in sozialen Netzwerken verbreitete sich die Nachricht in Windeseile. Dort äußerten die Nutzer aus dem Ort unter anderem ihre Sorgen über die fehlende Scheu der Tiere. „Es sei bedenklich“, dass die Wölfe sich so weit den Häusern näherten ist dort unter anderem zu lesen. (stn)