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Die Hamburgerin Ace Tee wird in den USA gefeiert

Wisst ihr, wer Tarin Wilda ist? Nein? Dann sagt euch ihr Künstlername Ace Tee vielleicht etwas? Auch nicht? Die Hip Hop Sängerin hat gerade mit ihrem Song „Bist du down?“ einen Riesenhit – allerdings kennt sie hier in Deutschland bisher kaum jemand.

Revival der 90er

Ein Gruppe junger Teens und Twens tanzt vor einer Eisenbahnbrücke, Graffitis bestimmen das Bild. Sie tragen Baggy Pants, bauchfreie Tops und Stulpen, das Lied, zu dem sie tanzen, lässt irgendwie Erinnerungen an die 90er Jahre wach werden. Und das ist auch so gewollt. „Bist du down?“ heißt der Titel der Nummer, der bei YouTube in den letzten Tagen schier durch die Decke geht, das Video dazu war inspiriert vom TLC-Clip zu „What About Your Friends“ aus dem Jahr 1992.

Mit einem Tweet fing alles an

Knapp 770 000 Mal wurde das Video bereits geklickt, und wer sich in den Kommentaren umschaut, stellt schnell fest, dass viele davon aus Amerika kommen. Ein Tweet der Kanadierin Yung Rachu vom 4. Januar hat den Begeisterungssturm für Ace Tee ausgelöst. „The new TLC are German, pass it on“, lautete die simple Botschaft des Tweets, und der wurde bisher schon fast 50 000 Mal gelikt und hat knapp 25 000 Retweets.

Ace Tee wird von den US-Medien gefeiert

In amerikanischen Medien wird die Hamburgerin, die im Stadtteil Jenfeld aufwuchs, mit Lob überschüttet. Die Vogue berichtete bereits über die 24-Jährige und vergleicht sie mit R&B-Stars wie TLC oder Aaliyah. Dass Ace Tee auf Deutsch singt, stört die Amerikaner dabei nicht. Das Musikmagazin „The Fader“ warnt seine Leser sogar vor der Wirkung ihrer Musik: „Prepare to be obsessed with this German reimagining of ’90s R&B swagger“

 

Fresh fresh freeesh tee.

Ein von ACE TEE (@tarinwilda) gepostetes Foto am

Die Zukunft heißt „Future R&B“

Doch trotz des gewollten 90er-Jahre-Vibes, den das Video zu „Bist du down?“ versprüht, will Ace Tee ihre Musik nicht als reine Retro-Nummer verstanden wissen. „Ich nenne es Future-R&B“, sagt sie. Und steckt sich für die Zukunft große Ziele:

 „Ich will R&B hier auf die Karte packen und meinen eigenen Sound kreieren“, sagt sie.