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Anwohner nehmen neuen Windpark in Brake nicht klaglos hin

Die Bauarbeiter warten darauf, dass der Wind nachlässt. Sie müssen die Rotorblätter an die erste von drei neuen Windenergieanlagen im Hammelwarder Moor bei Brake anbringen. Anwohner warten unterdessen auf Nachricht aus Oldenburg.

Beim Landkreis Wesermarsch gehen Widersprüche ein

Sie haben das Gericht wegen der ungeliebten Windräder in der Nähe ihrer Häuser eingeschaltet. Beim Landkreis sind mehrere Widersprüche gegen die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz eingegangen. „Sie müssen noch beschieden werden“, sagt Matthias Sturm, Sprecher des Landkreises.

Eilverfahren vor dem Landgericht angestrengt

Mit der Anordnung der sofortigen Vollziehung wurde auch der Baubeginn erlaubt. Dagegen haben drei Anwohner aus Brake und der Gemeinde Ovelgönne ein Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Oldenburg angestrengt. Eine Entscheidung sei noch nicht eingegangen.

 Investor aus Bremen hält an seinem Zeitplan in Brake fest

Die im April gestarteten Bauarbeiten im Windpark laufen unterdessen weiter. Der Investor Energiekontor geht davon aus, dass die Genehmigung bestehen bleibt und hält daher am Zeitplan für die Bauarbeiten fest. Als Fertigstellungsdatum haben die Bremer Ende September anvisiert.

Anlagen sollen 7000 Haushalte mit Strom versorgen

Sie stellen in Nachbarschaft von fünf bereits vorhandenen, kleineren Anlagen drei neue Windräder von Senvion mit einer Leistung von 3,4 Megawatt auf. Die Anlagen sind insgesamt 176 Meter hoch. Die Nabenhöhe liegt bei 119 Metern. Der Rotordurchmesser beträgt 114 Meter. Energiekontor rechnet damit, dass sein Trio rund 7000 Haushalte mit Strom versorgen kann.

Ursel Kikker

Ursel Kikker

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Ursel Kikker hat bei der Nordsee-Zeitung volontiert. Danach wechselte sie zur Kreiszeitung Wesermarsch und absolvierte ein paar Jahre später ein Biologie-Studium an der Universität Oldenburg. Seit 1995 berichtet sie wieder aus Bremerhaven. Ihr Schwerpunkt sind Wissenschaftsthemen.