Zugausfälle im Norden: Grüne fordern Strafen

Weil wegen fehlender Lokführer weiterhin viele Züge in Niedersachsen ausfallen, haben die Grünen für unzuverlässige Bahnunternehmen den Entzug des Auftrags verlangt.

Sonderkündigungsrecht

Die Bahnen müssten verpflichtet werden, für Urlaubs- und Krankheitsausfälle Personal auf Reserve zu halten, sagte Detlev Schulz-Hendel, Verkehrsexperte der Grünen im Landtag, am Donnerstag. „Falls zeitnah keine spürbare Verbesserung eintritt, sollte auch über ein Sonderkündigungsrecht nachgedacht werden.“

So viele Züge sind ausgefallen

Wie eine Landtagsanfrage der Grünen ergab, fielen von Januar bis Mai dieses Jahres bereits 7850 Züge ungeplant ganz oder teilweise aus. Dies bedeutete eine Ausfallquote von 1,3 Prozent der im Fahrplan stehenden Züge. In 42,4 Prozent der Fälle fehlte der Lokführer, bei 22,2 Prozent der Fälle gab es einen Defekt am Zug.

Fehlende Lokführer

Auch in der Elbe-Weser-Region hatten mehrfach Zugausfälle wegen fehlender Lokführer für Unmut gesorgt. Betroffen waren sowohl die Deutsche Bahn als auch die Nordwestbahn.

Vertragsstrafe wird verlangt

Allein für diese Ausfälle wird die Landesnahverkehrsgesellschaft eine Vertragsstrafe von 2,5 Millionen Euro verlangen, bis zum Jahresende wird sich diese Summe noch erheblich erhöhen. Das Geld fließt in Verbesserungen des regionalen Bahnverkehrs. (lni)