Vier Tote nach verheerendem Hochwasser in Niederbayern

Bei einem verheerenden Hochwasser in Niederbayern sind vier Menschen ums Leben gekommen. Zunächst wurden drei Leichen am Mittwochabend von Tauchern in einem überschwemmten Haus in Simbach am Inn entdeckt. Später wurde die Leiche einer Frau bei Julbach in einem Bach gefunden. Zuvor hatte heftiger Regen in Bayern zu schweren Überschwemmungen geführt.

In Niederbayern löste der Landkreis Rottal-Inn in einigen Gemeinden Katastrophenalarm aus. Etwa 250 Kinder mussten am Mittwoch stundenlang in ihrer Schule in Triftern ausharren, weil die Zufahrten nicht passierbar waren. Mit Hubschraubern wurden Menschen von Hausdächern gerettet.

„Es herrscht Land unter“

32 Liter Regen pro Quadratmeter fielen binnen sechs Stunden allein in Pfarrkirchen bei Triftern. „Das ist schon ein kräftiger Dauerregen“, sagte der Meteorologe Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD). „Es herrscht Land unter. Die Wassermassen kamen sehr schnell“, hieß es von der Polizei. „Die Situation hat sich in den letzten Stunden dramatisch zugespitzt“, sagte der Bürgermeister von Triftern, Walter Czech.

Dramatische Rettung einer Schulklasse

Eine Schulklasse aus Augsburg wurde bei einem Bootsausflug auf dem Schwarzen Regen vom Unwetter überrascht. 20 Kinder strandeten auf einer Insel und mussten gerettet werden. Starkregen machte den Menschen auch in Hannover zu schaffen. Die Pegelstände an Rhein, Nahe und Mosel fielen nach einem sprunghaften Anstieg zu Wochenbeginn zunächst wieder. Die Wetterlage war zu labil, um vorherzusagen, wo der Wasserstand erneut klettern könnte.

 

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.