Mit Kaffee und Kuchen im Saarland: Senioren machen Sightseeing im Unwetter-Gebiet

Sightseeing im Unwetter-Gebiet? Geht gar nicht, meint die Polizei im Saarland nach ihren Erfahrungen mit einer Busreisegruppe.

Senioren schlendern durch verwüsteten Ort

Ein Reisebus mit einer Seniorengruppe hat nämlich gezielt den vom Unwetter stark verwüsteten Ort Kleinblittersdorf im Saarland angesteuert. Anstatt bei den Aufräumarbeiten zu helfen, sei die Gruppe „seelenruhig“ durch den Ort geschlendert und habe sich zum Kaffeetrinken niedergelassen, teilte die Polizei am Sonnabend in Saarbrücken mit.

Spontan ins Katastrophengebiet

Eine Anwohnerin, die den Busfahrer und die Reiseleiterin ansprach, habe erfahren, dass der Bus die Reisegruppe eigentlich in die Eifel bringen sollte. Die Reiseleitung habe ihn jedoch spontan in das Katastrophengebiet umgelenkt. Geprüft werde noch, ob die Bus-Besatzung auch Absperrungen wegräumte, die eigentlich eine Ortsdurchfahrt verhindern sollten. Die Polizei prüfe weitere rechtliche Schritte.

Plünderungen

In dem Ort wurden auch Plünderer beobachtet. Mehrere junge Männer hätten verschiedenes Mobiliar, das vor Häusern zum Trocknen aufgestellt war, in einen Lieferwagen geladen. Als die Anwohner darauf aufmerksam wurden, seien die Männer geflohen. (dpa)