Alexander Gerst: Auf ins All mit Bremer Technik im Gepäck

Astronaut Alexander Gerst ist im All. Am Mittwoch startete er mit einer Sojus-Rakete vom Raumbahnhof in kasachischen Baikonur aus zur internationalen Raumstation ISS – im Gepäck eine Menge Hightech aus Bremen. Kein Wunder, dass Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) den Start live vor Ort verfolgte, präsentiert sich das Land doch als Raumfahrtstandort. Im Oktober wird Bremen als Ausrichter des 69. International Astronautical Congress (IAC) eine Woche lang im Mittelpunkt der internationalen Raumfahrtszene stehen.

Kein Wunder: Unter den knapp 70 Experimenten der „Horizons“-Mission finden sich auch mehrere Bremer Anteile. Ein Beispiel ist der Roboter Cimon, den Gerst auf der ISS testen soll. Er ist bei Airbus in Bremen mit der Fähigkeit zur autonomen Navigation ausgestattet worden. Und auch die Fertigung ist einzigartig. Die komplette Struktur aus Kunststoff und Metall sei in 3D gedruckt worden.

Von Airbus sind noch weitere Experimente dabei, ebenso wie vom DLR, dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Bremer Universität sowie der Bremer Firma OHB. Getestet wird unter anderem das Projekt Myotones. Mit einem Messgerät soll hierbei festgestellt werden, wie sich die Muskulatur unter Einwirkung von Schwerelosigkeit verändert.

Raumfahrt-Zulieferung auch aus Bremerhaven

Mit OHB, Airbus, MT Aerospace und der Ariane Group seien die wesentlichen Player der europäischen Raumfahrt am Standort Bremen verankert. Allerdings sitzen die Zulieferer der Raumfahrt nicht allein in der Stadt Bremen, sondern auch in Bremerhaven. Hier hat sich in der Rudloffstraße die Firma E.I.S. Electronics auf Kabelbündel für die Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungssysteme spezialisiert.