Bleiben die Germania-Flüge in Bremen?

Die Pleite der Fluggesellschaft Germania trifft Mitarbeiter und kleinere Flughäfen hart – unter anderem den in Bremen. Jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer. Aber nicht für viele Tausende Reisende.

Passagiere bleiben auf Kosten sitzen

Sie bleiben auf den Kosten für ihre gebuchten Flüge sitzen. Betroffen sind Reisende in etwa 260.000 Fällen in einem Zeitraum bis Ende Mai 2020, die direkt bei Germania gebucht hatten, wie ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters am Freitag sagte.

Gespräche mit Investoren

Indes gab es für die fast 1700 Mitarbeiter der Fluggesellschaft – und den Flughafen Bremen – einen kleinen Hoffnungsschimmer. Der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg teilte mit, dass er Gespräche mit Interessenten über mögliche Konstellationen einer Übernahme führe. Germania hatte am Wochenbeginn einen Insolvenzantrag gestellt und den Flugbetrieb eingestellt.

„Start- und Landesslots behalten“

Der vorläufige Insolvenzverwalter Wienberg sagte über die aktuelle Lage bei Germania: „Unser vorrangiges Ziel ist es, die Fluglinie betriebsbereit zu halten, um die Start- und Lande-Slots behalten zu können.“ Er ergänzte: „Das ist die Grundvoraussetzung für eine Lösung, die den Geschäftsbetrieb als Teil oder als Ganzes erhält.“ Es gebe mehrere Interessenten, hieß es auf Anfrage von dem Sprecher. (dpa)