Bremen: Ex-Beluga-Chef Stolberg und Anklage legen Revision ein

Nach einem der längsten Wirtschaftstrafverfahren am Bremer Landgericht legen die Prozessbeteiligten Revision ein. Ex-Reeder Stolberg und die Staatsanwaltschaft sind mit dem Richterspruch nicht zufrieden.

Revision eingelegt

Der frühere Chef der Bremer Beluga-Reederei, Niels Stolberg, will die Verurteilung zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren nicht hinnehmen. Der 57-Jährige habe Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt, teilte das Bremer Landgericht am Mittwoch mit.

Verteidiger hofft auf Bewährung

Auch die Staatsanwaltschaft legte dem Gericht zufolge Revision ein. Sie hatte in dem Prozess viereinhalb Jahre Haft gefordert. Stolbergs Anwalt hatte auf eine Bewährungsstrafe gehofft.

Kreditbetrug und Untreue

Das Landgericht hatte den einstigen Vorzeigeunternehmer in der vergangenen Woche des gemeinschaftlichen Kreditbetruges und der Untreue in besonders schwerem Falle für schuldig befunden. Drei mitangeklagte Ex-Manager der 2011 in Insolvenz gegangenen Schwergutreederei verurteilten die Richter zu Bewährungsstrafen. (lni)