Bremen: Suizidankündigung per Textnachricht – schlechter Scherz

In der Nacht auf Montag hat ein 21-jähriger Mann bei einer Bekannten angekündigt, sich das Leben zu nehmen. Die Polizei Bremen war mit einem Großaufgebot in der Bremer Innenstadt im Einsatz. Wie sich später herausstellte, war es nur ein schlechter Scherz, wie die Polizei mitteilte. 

Ankündigung per Textnachricht

Die 24 Jahre alte Frau meldete sich gegen 23.40 Uhr über den Notruf der Feuerwehr. Sie teilte mit, dass sie soeben eine Textnachricht von ihrem Freund erhalten hatte, in der er ankündigte, vom Dach eines Kaufhauses springen zu wollen. Polizei und Feuerwehr rückten mit zahlreichen Einsatzkräften aus, darunter auch Spezialkräfte, um den vermeintlichen Suizidenten ausfindig zu machen.

„Prank“ eines Bekannten

Einige Polizisten wurden extra für diesen Einsatz in den Dienst versetzt. Polizisten durchsuchten vergeblich das Dach sowie das gesamte Parkhaus, bis es den Einsatzkräften schließlich um kurz vor 1 Uhr gelang, den 21-Jährigen zu kontaktieren. Laut seiner Aussage befinde er sich derzeit nicht in Bremen und hätte auch nicht vor gehabt, sich das Leben zu nehmen. Ein Familienangehöriger habe sein Handy genommen und die Nachricht verfasst. Es handelte sich um einen sogenannten „Prank“, einen Streich.

Teurer Scherz

Ein Streich, der teuer wird und am Ende vielleicht auch für den Verursacher gar nicht mehr so lustig ist. Die Polizei Bremen wird ihm die Kosten für diesen Einsatz in Rechnung stellen. Durch schlechte Scherze wie diese werden Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und den Rettungsdiensten gebunden, die dann für mögliche echte Einsätze nicht zur Verfügung stehen.

Die Polizei Bremen zeigt auf ihrer Facebookseite wenig Verständnis für den Scherz: