Bremer Gericht verurteilt 24-Jährigen zu zwölf Jahren Haft

Ein 24-Jähriger ist am Dienstag in Bremen zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Russe im November 2017 in Bremen einen Mann erstochen und einen anderen schwer verletzt hat.

Verteidiger wollte fünf Jahre

Es verurteilte ihn wegen Totschlags, versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Mann eine Gesamtfreiheitsstrafe von 13 Jahren beantragt. Der Verteidiger des Angeklagten plädierte auf eine Haftstrafe von 5 Jahren und wertete die Taten als gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge.

In den Weg gestellt

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte im November 2017 auf der Flucht einen Mann erstochen, weil dieser sich ihm in den Weg stellte. Laut Anklage schlug der 24-jährige Russe zunächst gemeinsam mit einem 22-jährigen Komplizen auf einen anderen Mann ein und verletzte ihn mit dem Messer schwer.

Mit Messerstichen getötet

Als der 24-Jährige nach der Tat flüchtete, wollte ihn ein weiterer Mann aufhalten. Der Anklagebehörde zufolge stach der 24-Jährige ihm mit dem Messer ins Herz. Der Verletzte starb kurze Zeit später. Der mutmaßliche Mittäter des ersten Angriffs steht ebenfalls seit November vor Gericht. Ihm wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. (lni)