„Fisch“-Messe: Pommes-Sushi, Friesen-Tapas und Landlachs

„Fisch und Seafood“ stehen bis Dienstag in Bremen noch höher im Kurs als sonst. In der Hansestadt trifft sich seit Sonntag die Branche – mehr als 270 Aussteller aus über 20 Ländern sind dem Ruf der fish international gefolgt. Bei der 15. Auflage der Fachmesse fish international werden neue Trends, Produkte, Rezepte und Marketingstrategien rund um Fisch und Seafood den Fachbesuchern gezeigt.

Rund 11000 Fachbesucher probieren und diskutieren Fischneuheiten

Bis Dienstag rechnen die Veranstalter mit 11 000 Gäste aus dem In- und Ausland. In Messehalle 5 gibt es mehrere Produkt-Premieren. Erstmals werden etwa „Friesische-Tapas“ oder „Pommes-Sushi“ präsentiert, die schon kurz nach der Messe im Handel erhältlich sind.

Zu den Besonderheiten zählt auch die Verkostung von an Land gezüchtetem Lachs: Die polnische Firma „Jurassic Salmon“ sieht sich weltweit als erstes Unternehmen, das Atlantischen Lachs in einer mit geothermischem Salzwasser betriebenen Kreislaufanlage produziert.

Fast die Hälfte des in Deutschland verarbeiteten Fisches geht über Bremerhaven

Deutschlandweit belief sich der Umsatz der Fischwirtschaft über den Lebensmittelhandel – ohne Gastronomie – 2015 auf 3,7 Milliarden Euro. Das waren laut Fischinformationszentrum in Hamburg 115 Millionen Euro mehr als 2014. Insgesamt wurden im Vorjahr 415 000 Tonnen Frischfisch in Deutschland verarbeitet, davon 200 000 Tonnen allein in Bremerhaven.

Die fish international wird alle zwei Jahre ausgerichtet und gilt als einer der wichtigsten Treffs der Branche. Unter den internationalen Teilnehmern stellen die Niederlande mit 28 Ausstellern die größte Gruppe gefolgt von Spanien (20).

Christoph Willenbrink

Christoph Willenbrink

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Christoph Willenbrink, Jahrgang 1963, geboren in Beckum/Westfalen, seit der Jahrtausendwende bei der NORDSEE-ZEITUNG als Nachrichtenchef, seit 2006 auch als stellvertretender Chefredakteur. Seine journalistische Schwerpunkte im Alltag sind die Innen- und Sozialpolitik sowie Wirtschaft und die Koordination der regionalen Themen.