Gutachten: Magnitz‘ Verletzungen eher auf Sturz zurückzuführen

Die schweren Kopfverletzungen des Bremer AfD-Chefs Frank Magnitz sind nach einem Gutachten eher auf einen Sturz als auf Schläge zurückzuführen.

Wunde deutet eher auf Sturz

Die Wunde an der Stirn könnte zwar auch durch Schläge mit einem kantigen Gegenstand entstanden sein, sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade. Die Stelle, an der sich die Wunde befinde, spreche aber eher für einen Sturz. Das gelte auch für die flächigen Hautschürfungen.

Rechtsmediziner untersucht Magnitz

Zuerst hatte „Spiegel Online“ über das Gutachten berichtet, für das ein Rechtsmediziner den 66-Jährigen am Tag des Angriffs untersucht, den Tatort besichtigt und das Video vom Überfall analysiert hatte. Die Art der Verletzungen, die Bilder aus der Überwachungskamera und der Boden am Tatort würden demnach für einen Sturz sprechen.

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Die AfD hatte kurz nach der Attacke davon gesprochen, dass die Täter Magnitz mit einem Kantholz niedergeschlagen und mit Füßen gegen den Kopf getreten hatten. Die Partei wertet den Angriff als Mordversuch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. (dpa)