IS-Kämpfer aus Bremen zu Haftstrafe verurteilt

Ein 29-jähriger Bremer ist wegen seiner Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Islamischer Staat“ vor dem Oberlandesgericht Hamburg zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Nach Syrien gereist

Der Tschetschene war nach Ansicht des Gerichtes im März 2014 von Bremen aus über die Türkei nach Syrien gereist und hatte sich dort einer Kampfeinheit des IS angeschlossen. Fotos und Videos, die das Gericht von norwegischen Behörden erhielt, zeigten den heute 29-Jährigen in einem Militärkonvoi des IS, der sich damals auf den Weg in die umkämpfte kurdische Stadt Kobane machte.

Rückkehr nach Beinverletzung

Der Angeklagte hatte sich selbst auf den Bildern wiedererkannt. Er habe in Syrien eine Kalaschnikow besessen. Eine Teilnahme am Kampf konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden. Nach einer Beinverletzung sei er Anfang 2015 nach Bremen zurückgekehrt, hatte er erklärt.

Revision

In die Strafe von vier Jahren und zwei Monaten Haft bezog das Gericht zwei vorherige Verurteilungen wegen anderer Delikte ein und folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert und kündigte nach dem Urteil Revision an.

Peter Gassner

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Peter Gassner, geboren am Niederrhein, volontierte nach seinem Studium der Geschichte und Politik im mittelhessischen Marburg bei der dort ansässigen Oberhessischen Presse. Nach Zwischenstation beim General-Anzeiger in Bonn wurde er nun an die Nordsee-Küste gespült. Besonderes Interesse an Sport aller Art.