Korane in Bremer Moschee geschändet

In der Rahma-Moschee in der Innenstadt von Bremen haben ein oder mehrere unbekannte Täter am Samstag etwa 50 Exemplare des Korans zerrissen. Blätter der Heiligen Schrift des Islams wurden nach Angaben des Bremer Moscheenverbandes Schura in eine Toilette gestopft.

Staatsschutz ermittelt

Die Polizei bestätigte diesen Sachverhalt. Der Staatsschutz der Bremer Polizei ermittele weiter, sagte ein Sprecher am Dienstag. Nach Angaben vom Samstag wird ein politisch oder religiös motivierter Hintergrund der Tat geprüft.

Islam-Verbände entsetzt

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und andere Verbände haben die Schändung des Korans in einer Bremer Moschee scharf verurteilt. Die Tat ziele darauf ab, „die Spirale von Hass und Gewalt gegen Muslime und ihre Moscheen“ anzutreiben, sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek am Dienstag in Berlin. Der ZMD fordere eine umfassende Aufklärung und strikte Ahndung der Tat. (lni)