Kuh hat entschieden: Pläne für Hindu-Tempel in Bremen

Die Pläne für den Bau eines Hindu-Tempels in Bremen schreiten voran. Voraussichtlich im Sommer soll mit den Arbeiten begonnen werden, wie der Sprecher der Hindu-Gemeinde, Pathmakaran Pathmanathan, sagte. Anfang 2018 hatte die Gemeinde für Aufsehen gesorgt, weil sie die Baustelle von einer Kuh begehen ließ und ihre Entscheidung danach ausrichtete.

Tempel „genehmigungsfähig“

Seit Kuh Madel den Ort für gut befand, haben die Verantwortlichen der Hindu-Gemeinde vieles in die Wege geleitet. Architekten haben Pläne entworfen und Unterlagen für den Bauantrag zusammengestellt. Das Bremer Bauressort sieht keine grundsätzlichen Probleme. „Der Tempel ist genehmigungsfähig. Es spricht nichts dagegen“, sagte Sprecher Jens Tittmann. „Wir rechnen in der Tat damit, dass dort in absehbarer Zeit ein Tempel steht.“  Da der Tempel ein Versammlungsort sei, gebe es aber bestimmte Auflagen zum Brandschutz und zu Flucht- und Rettungswegen.

Verschiedene Gottheiten

Für den Tempel mit einem zehn Meter hohen Turm sind rund 220 Quadratmeter eingeplant, darin finden die verschiedenen Gottheiten ihren Platz. Ein etwa 200 Quadratmeter großes Nebengebäude soll neben Toiletten Raum für Religions- und Tanzunterricht bieten. Der Gemeindesprecher rechnet mit Kosten von bis zu 600.000 Euro, die zu einem Großteil über Spenden finanziert werden sollen. Ihm zufolge gibt es derzeit Zusagen in Höhe von rund 200 000 Euro. Falls die Spenden nicht reichen, will die Gemeinde einen Kredit aufnehmen. Zur Hindu-Gemeinde gehören derzeit rund 300 Gläubige, die überwiegend aus Sri Lanka oder Indien stammen. (dpa)