Linke wollen Vermieter in Bremen enteignen

Die Linkspartei in Bremen fordert im Wahlkampf für die Landtagswahl Ende Mai eine Enteignung des großen Wohnungsunternehmens Vonovia. Das beschloss der Landesparteitag der Linken am Samstag in Bremen.

Möglicher Koalitionspartner

Die Partei strebt bei der Wahl am 26. Mai ein zweistelliges Ergebnis an, sagte die Spitzenkandidatin und Fraktionsvorsitzende Kristina Vogt. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 hatte die Linke 9,5 Prozent der Stimmen bekommen. Der SPD, die mit den Grünen koaliert, drohen Verluste. Deshalb gilt Rot-Rot-Grün nach der Wahl als eine mögliche Koalition.

Hauptthema im Wahlkampf

Die Wohnungsnot ist eines der Hauptthemen im Bremer Wahlkampf. Der rot-grüne Senat habe es in zwölf Jahren versäumt, für genügend bezahlbare Wohnungen zu sorgen, sagte Vogt. Privatisierte Wohnungen sollten wieder von der Stadt übernommen werden, notfalls auch durch Enteignungen von Firmen wie Vonovia.

Initiative sammelt Unterschriften

Dem börsennotierten Konzern gehören in Bremen etwa 12 000 Wohnungen. Vonovia mache Gewinne auf Kosten von Mietern, die Sozialhilfe beziehen, sagte Vogt. Das wiederum gehe zu Lasten des Steuerzahlers. In Berlin sammelt derzeit eine Initiative Unterschriften für einen Volksentscheid. Ziel ist es, große kommerzielle Wohnbauunternehmen enteignen zu können. (dpa)