Nach Wahl in Bremen: CDU sieht Anknüpfungspunkte zu Grünen

Der Bremer CDU-Landesvize Jens Eckhoff sieht für die Bildung einer neuen Regierung Anknüpfungspunkte mit den Grünen.

Eckhoff sieht einen möglichen Trendsetter für Deutschland

Ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP in Bremen könne für ganz Deutschland Trendsetter in ökologischer Wirtschaftspolitik sein, sagte Eckhoff. Kernfrage müsse dabei sein: „Wie verbindet man die Themen Umweltschutz, Klimaschutz und Naturschutz mit dem Thema Arbeitsplätze sichern, Wirtschaftspolitik gestalten?“

Schlüsselrolle für die Grünen

Bei der Landtagswahl am Sonntag war die CDU erstmals stärkste Partei im kleinsten Bundesland geworden, die SPD erlitt Verluste. Die CDU könnte ein Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP bilden. Sondierungen sollen noch in dieser Woche beginnen. Aber auch Rot-Rot-Grün ist möglich, sodass den Grünen eine Schlüsselrolle zukommt.

„In Bremen ticken wir anders“

In Bremen gebe es keine so strikte Frontstellung zwischen CDU und Grünen wie in anderen Ländern, sagte Eckhoff. „In Bremen ticken wir anders.“ So habe es zum Beispiel im Landtag nie strittige Debatten über Windkraft gegeben. Andere Themen seien schwieriger: „Zum Beispiel der Bereich Innenpolitik wird nicht so einfach zu gestalten sein, die Frage, welches Polizeigesetz braucht das Land.“

Eckhoff glaubt an Lernfähigkeit der FDP

Das gute Ergebnis der Grünen bei der Europawahl habe gezeigt, wie wichtig den Bürgern Klima- und Umweltschutz sei. Dem werde sich auch die FDP nicht verschließen, erwartet Eckhoff. Er traue den Bremer Liberalen zu, lernfähig zu sein. (dpa)