War es versuchter Mord? Pfleger aus Bremen räumt Tat ein

Der festgenommene Krankenpfleger hat in Bremen gestanden, einer Pflegebedürftigen in einem Heim absichtlich unnötige Medikamente gegeben zu haben. Anschließend habe der 39-Jährige Rettungsmaßnahmen eingeleitet, sagte Frank Passade, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ermittlungen führen zu 39-Jährigen

Die 75-Jährige kam nach der Tat Ende März ins Krankenhaus und musste auf einer Intensivstation behandelt werden. Ärzte äußerten den Verdacht, dass die Frau Arzneimittel ohne medizinische Notwendigkeit bekommen habe. Ermittlungen der Bremer Polizei führten schließlich zu dem 39-Jährigen.

Verdächtiger räumt Tat ein

Der 39-Jährige sitzt inzwischen wegen des Verdachts auf versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in Untersuchungshaft. Passade zufolge räumte er die Tat gegenüber den Ermittlern ein. Details wollte der Sprecher zunächst nicht nennen. „Wir machen zu der Art und Weise, wie er die Medikamente verabreicht hat, keine Angaben.“

In 35 Einrichtungen eingesetzt worden

Der Mann arbeitete seit Mitte Januar als Festangestellter in dem Pflegeheim in der Bremer Innenstadt. Zuvor soll er nach eigenen Angaben über eine Zeitarbeitsfirma in rund 35 Bremer Einrichtungen eingesetzt worden sein, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. (lni)