2019 soll er fertig sein: Erster Bremerhavener „Berg“ wird 25 Meter hoch

Er sieht verlockend nach Ski- und Rodel-Piste aus. Doch der erste Bremerhavener „Berg“ ist noch nicht fertig zum Erklimmen. Das Landschaftsbauwerk ist Baustelle und wächst noch täglich: Gefüttert mit tausenden Tonnen Buddel-Erde aus den Baudocks des Hafentunnels.

Schon rund 160.000 Kubikmeter Erde drauf

Aus 250.000 Kubikmeter Erdreich wird er errichtet, der Leherheider Aussichtsberg Ecke Cherbourger/Hans-Böckler-Straße. Diese Menge entspricht gut 1600 Sattelschlepper-Ladungen zu je 26 Tonnen Gewicht. Knapp zwei Drittel, etwa 160.000 Kubikmeter Erde,  sind jetzt schon drauf, anderthalb Jahre nach der ersten „Schippe“. Unten am Sockel ist vor allem Torf-Boden verbaut worden. Jetzt muss viel Mergel-Sand-Gemisch oben drauf. Alles wird vorher auf mögliche Schadstoffe geprüft.

Rund elf Meter Höhe hat er schon - von künftig 25 Metern über Normalnull. Foto Schwan

Zweiter kleinerer Hügel wird im Sommer im Spielpark angelegt

Projektleiterin Ute Bartels von der städtischen BIS hat das Landschaftsbauwerk konzipiert. „Im nächsten Frühjahr soll auch mit dem zweiten, kleineren Hügel im Spielpark Leherheide begonnen werden“, erklärt die Ingenieurin. Denn dann kommt der ausgebuddelte Boden direkt von nebenan, aus dem Baudock, das mal der Eingang zum Hafentunnel werden soll. Der große Berg misst am Ende, voraussichtlich nächsten Sommer,  rund 25 Meter über Normalnull, der kleinere neun bis elf. Und die Sache mit dem Rodeln?

So sieht der künftige Berg zurzeit von oben aus - wenn kein Schnee fällt: Im Dreieck zwischen Hans-Böckler-Straße links und Cherbourger straße rechts. Foto Scheer

Ski- und Rodelträume ade – der Berg ist nicht sporttauglich

„Dafür ist der große Bau nicht gedacht“, sagt Bartels. „Nach ein paar Meterchen rutschen kippt man ungebremst in die Böschung.Gefährlich.“ Dann schon eher im Winter ab mit dem Schlitten zum kleinen Hügel im Spielpark. Ach ja, Wege bekommt der hohe „Berg“ natürlich auch, abgestimmt mit dem Integrationsbeirat, denn der Anstieg soll teilweise barrierefrei möglich sein. Zwei Wege sollen, so der Plan, spiralförmig hoch aufs Aussichtsplateau führen. Ob noch Bänke, Fernrohre und andere schöne kommen, hängt dann von der Kassenlage der Stadt ab.