Mann (43) schmeißt Traumjob hin und reist mit seiner Tochter um die Welt

Wer knallt schon Karriere, Ruhm und Traumjob hin, um gemütlich um die Welt zu zuckeln? Dr. Wolf Küper hat’s gemacht und damit seiner körperbehinderten Tochter den größten Wunsch erfüllt: Eine Million Minuten Zeit mit Papa. Küper, Umwelt-Gutachter für die Vereinten Nationen, nahm das wörtlich und wagte zwei Jahre Auszeit mit der Familie. Am Donnerstag erzählt der 43-Jährige in Bremerhaven bei „Leute in der Losche„,  wie er aus dem Lebensabenteuer ein Buch gemacht hat und was fliegende Hunde darin verloren haben.

Mit der kleinen Tochter in 694 Tagen um die Welt

Für die vierjährige Nina ist absolut klar, dass das, was nass ist und vom Himmel fällt, nur ein Hund sein kann. Diese „Theorie“ hat Konsequenzen in der Erwachsenenwelt –  welche, erzählt Küper in seinem Bestseller „Eine Million Minuten“. Geschrieben hat er ihn nach den 694 Tagen mit Kind und Kegel  – eben einer Million Minuten – in Thailand, Australien und Neuseeland.

Foto Küper

Abenteuer wird zum Buch und Bestseller

„Statt ein neues Familienauto zu kaufen“, erzählt der Tropenforscher darin, „haben wir das Geld in Zeit als Familie angelegt.“ Voll Herz, Humor und Tiefgründigkeit schildert der ausgestiegene Jetset-Gutachter kuriose, beglückende, berührende Erlebnisse und Begegnungen am Ende der Welt. Und wie die intensive Rund-um-die-Uhr- Gemeinsamkeit in fremden Kulturen die gute Entwicklung seiner kleinen, behinderten Tochter beeinflusst hat.

Blitz-Besuch in der Geburtsstadt für Talk in der „Losche“

„Ich hatte angefangen, in Zeit zu rechnen“ sagt der Wissenschaftler, der 1973 in Bremerhaven zur Welt kam. „Nicht in Geld oder beruflichem Erfolg. Wie viel Minuten bekomme ich wohl für 250 Euro?“ Für einen Blitz-Besuch in seiner Geburtsstadt, zwischen Indonesien und Südafrika, bringt der Erfolgsautor am Donnerstag, 6. Juli, immerhin rund 120 Minuten seiner Zeit mit.

Es gibt noch Restkarten gegen Benefiz-Spende

Im Wasserturm „Losche“ plaudert er mit den NZ-Redakteuren Christoph Willenbrink und Susanne Schwan über sein Buch, den „Wert der Zeit“,  und wieso er gerade in der Seestadt geboren worden ist. Restkarten gibt es gegen eine Spende für die NZ-Aktion „Hilfe für Mitbürger“ im Ticketshop, Obere Bürger.