Abgenervt vom Weihnachtsstress in Bremerhaven #isso

Von wegen besinnliche Adventszeit. Die Wochen vor Weihnachten sind alles andere als ein Zuckerschlecken. Nun kommt auch noch plötzlich und unerwartet Weihnachten. Und als wäre das nicht schon genug: Heiligabend sind die Geschäfte dicht. Die ersten Menschen haben ihre Hamsterkäufe schon abgeschlossen. Andere werden sich morgen in die Supermärkte stürzen. Es könnte ja sein, dass es am 27. Dezember nichts mehr gibt. *Ironie off*

Aggression im Verkehr

Hand aufs Herz: Ist überhaupt noch irgendjemand entspannt? Los geht es mit dem Kampf auf den Straßen. Geht es nur  mir so, oder steigt mit jeden Tag mehr im Dezember die Aggression? Es fängt mit einer vertorften Ampelphase an und hört beim Blinken auf. Manche Verkehrsteilnehmer scheinen die Hand nur noch auf der Hupe zu haben. Oder in Stellung für den Mittelfinger.

Krieg auf dem Parkplatz

Dabei ist doch keiner schneller im Supermarkt, wenn er drängelt. Oder flucht. Oder im Zickzack-Kurs über die Stresemannstraße in Bremerhaven donnert. Scheinen aber einige zu glauben. Und weiter geht es dann mit dem unentspannten Parken vor dem Supermarkt. Das nimmt kriegsähnliche Ausnahme an, die sich dann nahtlos zwischen die Supermarktregale verlagert.

Drängler – och nö!

Auch hier gilt: Keiner ist schneller wieder zuhause, wenn er seinem Vordermann den Einkaufswagen in die Rücken rammt. Und Meckern hilft auch nicht, wenn jemand der Kassiererin nicht sofort die abgezählte Kohle rüberschiebt. Und keiner macht sich Freunde, wenn er versucht an der Supermarktkasse an allen vorbei zu schlendern, weil er angeblich viel weniger Artikel auf den Armen balanciert. Auch keine Rentner, die sich um kurz vor Kassenschluss ins Getümmel werfen und auch gern mal ungefragt nach vorne tapsen.

Türen dicht in der Post

Auch in den Postfilialen am Hauptbahnhof und in der Langener Landstraße liegen die Nerven blank. Sowohl vor als auch hinter dem Tresen. Wer glaubt, auf einem Samstag kurz vor Toreschluss noch sein Paket zu bekommen, beziehungsweise es abzugeben, hat da das Nachsehen. Sie stehen vor verschlossenen Türen. Gleichwohl kein Grund, dagegen zu boxen, treten oder zu spucken. Dadurch öffnet die sich nicht.

Das Fest der Würstchen

Also. Einmal kurz überlegt: Weihnachten … da war doch was… – jupp, das Fest der Würstchen und des Kartoffelsalats, der Gans und des Bratens. Aber in erster Linie das Fest der Liebe. Habt Euch lieb. Und wenn das nicht geht, dann seid zumindest nicht fies. Denn, ob ihr es glaubt oder nicht: Die Geschäfte werden am Mittwoch wieder öffnen.

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.