Angler schlagen Alarm: Fische treiben tot in der Geeste

Fische, die in der Geeste nach Luft schnappen oder tot auf der Wasseroberfläche treiben: Angler in Bremerhaven haben Alarm geschlagen. Das Umwelschutzamt der Stadt  ließ am Freitag Wasserproben nehmen. Der Sauerstoffgehalt in den oberen Wasserschichten ist dramatisch gesunken.

Praktisch kein Sauerstoff

Lediglich 0,4 oder 0,5 Milligramm Sauerstoff pro Liter zeigte das Messgerät an, also praktisch nichts. „Bei vier Milligramm wird es für die Fische kritisch“, sagt Jörg Reinhold vom Umweltschutzamt. Merkwürdig nur, dass am Freitag keine toten oder um Luft ringende Fische mehr zu sehen waren. Nachgeschaut wurde zwischen dem Sperrwerk und der Schiffdorfer Stauschleuse.

Ist die Gülle schuld?

Vermutet wird, dass Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft die Wasserqualität so dramatisch verschlechtert hat. Längs der Geeste sind mit Gülle besprühte Felder zu sehen. Das Umweltschutzamt lässt die Wasserproben in einem Labor genauer analysieren. Auch die Gewässerwarte des Angelsportvereins Unterweser werden das Wasser der Geeste am Wochenende weiter überprüfen.

Ursel Kikker

Ursel Kikker

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Ursel Kikker hat bei der Nordsee-Zeitung volontiert. Danach wechselte sie zur Kreiszeitung Wesermarsch und absolvierte ein paar Jahre später ein Biologie-Studium an der Universität Oldenburg. Seit 1995 berichtet sie wieder aus Bremerhaven. Ihr Schwerpunkt sind Wissenschaftsthemen.