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Asbest in Bremerhaven: Gewoba rechnet mit jahrelangem Sanierungszeitraum

Asbest in Wohnungen betrifft viele Mieter und Vermieter in Bremerhaven. Die Gewoba rechnet mit jahrelangen Sanierungszeiten. Und auch bei der Stäwog ist Asbest ein Thema.

Asbestverbot ab 1993

„Die Wahrscheinlichkeit, mit Asbest zu tun zu haben, ist sehr hoch“, sagt Hiram Kahler vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen-Bremen, zu dem auch viele Bremerhavener Wohnungsgesellschaften gehören. Alle Wohnungen, die zwischen den 30er Jahren und dem Asbestverbot im Jahr 1993 gebaut worden sind, können theoretisch mit Asbest belastet sein.

Gewoba informiert die Mieter

Die Gewoba ist mit dem Thema offensiv umgegangen, informierte die Mieter. In 28 Gebäuden habe man sicherheitshalber die Ummantelung von Heizungsrohren entfernt, die in Verdacht stehen, schwach gebundenes Asbest zu enthalten.  Bis zu 32.500 Gewoba-Wohnungen könnten insgesamt belastet sein. In Bremerhaven bewirtschaftet die Gewoba 8600 Wohnungen. Von denen könnten gut 6800 betroffen sein, sagt Prokurist Lars Gomolka.

In 200 Wohnungen Asbest entdeckt

Bei einem Mieterwechsel werden die Wohnungen beprobt. Wird Asbest dabei in Baustoffen entdeckt, wird saniert. 656 Wohnungen der Gewoba sind in Bremerhaven ohne Fund überprüft worden, in 200 entdeckten die Spezialisten Asbest, so dass saniert werden musste, sagt Gomolka. Das wird eine Langzeitaufgabe. Der Prokurist geht davon aus, dass Asbest das Unternehmen noch acht bis zehn Jahre beschäftigen wird.

Auch Thema bei der Stäwog

„Wir begreifen das nicht als ein Problem, das nur die Gewoba betrifft“, sagt auch Sieghard Lückehe, Chef der Städtischen Wohnungsgesellschaft (Stäwog). Über 5000 Wohnungen hat das städtische Unternehmen im Bestand. Über die Anzahl der Wohnungen, die von Asbestbelastungen betroffen sein könnten, gibt es derzeit keine Auskunft.