Auf der Kreuzfahrtkaje hört alles auf ihr Kommando

Morgens um vier Uhr ist es ruhig am Columbus Cruise Center (CCCB) in Bremerhaven. Zeit für Nele Scheland, noch schnell einen Kaffee zu trinken. Denn bald läuft hier alles auf Hochtouren, zumindest wenn ein Kreuzfahrtschiff der „Mein Schiff“-Flotte von TUI Bremerhaven anläuft: „Die kommen meistens schon um 5.30 Uhr“, sagt die 26-Jährige, die beim CCCB als Kajenmeisterin arbeitet und damit die Be- und Entladung koordiniert.

Bevor das Schiff anlegt, müssen auf der Kaje die Kräne, Laschen und Körbe bereit stehen genauso wie die sogenannten Hamburger, die Transportwagen für das Gepäck der Kreuzfahrtgäste. 20 bis 25 Gepäckstücke passen in die Hamburger, die mit dem Kran von Bord an Land geholt werden. Danach geht es an den Proviant. 130 Tonnen braucht alleine ein Schiff von der Größe der „Artania“, die 1200 Kreuzfahrtpassagiere beherbergen kann. Sieben bis acht Lkw bringen die neuen Vorräte.

Maschinenteile und spezielle Bettgestelle

Auch Abfälle wollen entsorgt werden, und die Maschine der Kreuzfahrtriesen will versorgt sein: beispielsweise mit Schmierstoffen und Ersatzteilen. Und dann kann immer mal etwas Unvorhergesehenes passieren, wie die Lieferung eines speziellen Bettgestells. „Da müssen wir uns darum kümmern, dass auch das außer der Reihe an Bord kommt“, sagt die 26-Jährige, die in der Gemeinde Beverstedt wohnt.