Bei der Lloyd Werft werden 117 Stellen gestrichen

Geschäftsführung und Betriebsrat der Lloyd Werft haben sich auf einen Sozialplan und einen Interessenausgleich für den von der Werftführung geforderten Stellenabbau geeinigt.

117 Stellen gestrichen

117 Mitarbeiter sollen mit einer Abfindung zur Kündigung veranlasst werden. Am Ende soll die Belegschaft nur noch aus rund 260 Kollegen bestehen.

Eigentümer stellt 11,9 Millionen Euro bereit

Das wurde auf einer Betriebsversammlung angekündigt. 11,9 Millionen Euro stellt der Eigentümer der Werft, die malaysische Genting-Gruppe, nach Angaben der IG Metall zur Verfügung. Damit sollen die Beschäftigten zu einer freiwilligen Kündigung bewegt werden. Wer davon noch profitieren will, muss sich bis zum 15. März gemeldet haben.

29 Stellen gerettet

Ursprünglich sollten sogar 146 Mitarbeiter den Betrieb verlassen. 29 Stellen konnte der Betriebsrat noch retten.

Betriebsbedingte Kündigungen drohen

Sollten nicht genügend Mitarbeiter davon Gebrauch machen, drohen später betriebsbedingte Kündigungen. Genting will den Betrieb im Kaiserhafen zu einer Neubauschmiede für Luxusyachten umbauen. Die Geschäftsführung betonte bei der Betriebsversammlung, dass die Lloyd Werft nicht mit Aufträgen von Genting rechnen kann.

Große Enttäuschung bei Mitarbeitern

Die Enttäuschung in der Belegschaft soll groß gewesen sein. Der Glaube, es trotzdem zu schaffen, ist nicht groß. Die ungewisse Zukunft der Lloyd Werft begann im Sommer vergangenen Jahres, als die Genting-Gruppe ankündigte, das Neubauprogramm für die konzerneigenen Kreuzfahrt-Reedereien auf die Werften an der Ostsee zu konzentrieren.