Bremerhaven: Beim Traditionsunternehmen Ludolph drohen Entlassungen

Das zahlungsunfähige Bremerhavener Traditionsunternehmen Ludolph soll bis Februar saniert werden – das ist die gute Nachricht. Von den 107 Mitarbeitern müssen aber vermutlich einige damit rechnen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.  

Arbeit für Luftfahrtindustrie

Ludolph arbeitet für die Luftfahrtindustrie und stellt in Bohmsiel auch technische Geräte für die Schifffahrt her. Die Kunden haben trotz der Insolvenz neue Aufträge in Aussicht gestellt, Liefermengen für 2018 und Preise vereinbart. Insolvenzverwalter Dr. Hendrik Heerma weiß warum: „Die stellen einfach gute Produkte her.“

Zu viele Mitarbeiter

Aber die Produktion war zu umständlich, hat Heerma einen Grund für die Schwierigkeiten ausgemacht. Außerdem arbeiten zu viele Mitarbeiter in Ludolphs Verwaltung.

Sozialplan

Im Januar werden die Gespräche für einen Sozialplan aufgenommen, auch die IG Metall arbeitet daran mit. Unklar ist aber noch, wie viele Mitarbeiter Ludolph braucht, um wirtschaftlicher zu arbeiten.

Investoren wollen einsteigen

Mehrere Investoren sollen Interesse bekundet haben, bei dem Bremerhavener Unternehmen einzusteigen. Ludolph gibt es bereits seit 170 Jahren, ist eines der ältesten Unternehmen in der Stadt. Zuletzt konnten die Kredite bei vier Banken nicht mehr zurückgezahlt werden.

Thorsten Brockmann

Thorsten Brockmann

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Thorsten Brockmann ist in Bremerhaven seit seiner Geburt zuhause. In der Bremerhaven-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG arbeitet er seit 1989, zu seinen Themenschwerpunkten gehören die Kreuzfahrtbranche, Wirtschaftsthemen und die Polizeiberichterstattung.