Bei neuer Kostenüberschreitung wird „Gorch Fock“ Museumsschiff

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat klargestellt, dass die „Gorch Fock“ im Fall einer weiteren Kostensteigerung bei der Instandsetzung außer Dienst gestellt werde.

135 Millionen Euro müssen reichen

Bis zum Sommer müsse die zuständige Elsflether Werft sagen, ob es für die in Aussicht gestellten 135 Millionen Euro möglich ist, das Schiff wieder hochseetauglich zu machen. „Wenn es nicht gelingt, dann wird die ‚Gorch Fock‘ ein Museumsschiff sein“, sagte die Ministerin bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Schwere Fehler bei Kostenschätzung

Bei der Sanierung war es zu einer Kostenexplosion von 10 auf bis zu 135 Millionen Euro gekommen, wovon bisher knapp 70 Millionen Euro bezahlt wurden. Von der Leyen räumte ein, dass es bei der ersten Kostenschätzung der Bundeswehr im Jahr 2015 schwere Fehler gegeben habe: „Das war wohl der Versuch, den Elefanten am Rüssel durch die Tür zu ziehen.“

„Kein glanzvolles Kapitel“

Bei der genauen Untersuchung der „Gorch Fock“ habe sich dann das „Desaster“ gezeigt. Dies sei nun wirklich „kein glanzvolles Kapitel“ der Bundeswehr gewesen. (dpa)