Bergung von „Seute Deern“ in Bremerhaven abgebrochen

Ein erster Versuch, die gesunkene Museumsbark „Seute Deern“ im Museumshafen in der Stadtmitte von Bremerhaven zu heben, ist heute nach mehreren Stunden abgebrochen worden. Der Grund: Es lief zu viel Wasser in den undichten Rumpf des 100 Jahre alten Holzschiffes nach. Die Pumpenleistung reichte nicht aus. Am morgigen Sonntag, 22. September 2019, will das Bergungsteam gegen 13 Uhr einen neuen Versuch mit noch mehr Pumpenleistung starten.

Der 100 Jahre alte Traditionssegler des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) war am 31. August 2019 mit Wasser vollgelaufen und auf den Grund des Alten Hafens abgesackt.

Drei Lenzpumpen reichen nicht aus

Am Sonnabend um 15.37 Uhr startete das Bergungsteam die drei Lenzpumpen. Vor dem Auspumpen hatte das Team alle losen Gegenstände von Bord der „Seute Deern“ entfernt, die Reste der Takelage und Leitungen gesichert. Außerdem war ein Teil der zur Stabilisierung am Schiff angebrachten Hebesäcke mit Luft befüllt worden. Gegen 18.30 Uhr musste das Abpumpen unterbrochen werden.

Bereits 40 Lecks verschlossen

Bereits in der vergangenen Woche waren rund 40 beschädigte Stellen im Rumpf des Schiffes von Tauchern verschlossen worden.

Der stundenlange Bergungsversuch der „Seuten Deern“ in Bremerhaven ist soeben abgebrochen worden. Projektleiter Dr. Lars Kröger vom Deutschen Schifffahrtsmuseum erläutert Chefredakteur Christoph Linne die Gründe dafür und beschreibt, wie es nun weiter weitergeht. (Video: Karoline Lindemann)Wann der nächste Versuch startet, das 100 Jahre Wahrzeichen der Stadt leer zu pumpen und vom Hafengrund zu heben, steht inzwischen fest: https://nord24.de/bremerhaven/bergung-von-seute-deern-in-bremerhaven-abgebrochen

Gepostet von Nord24de am Samstag, 21. September 2019

Mehr über die Bergung lest Ihr am Montag, 23. September 2019, in der NORDSEE-ZEITUNG.