Blitzer in Bremerhaven angezündet: Wer zahlt den Schaden?

Nach dem Brandanschlag auf zwei Blitzer in Bremerhaven am Montag ermittelt die Polizei. Es ist nicht das erste Mal, dass Messgeräte in der Stadt beschädigt wurden.

Stiller Alarm

Auch wenn Blitzer mutwillig zerstört werden, zahlt in der Regel die Versicherung, bestätigt Thomas Herbrig vom Bürger- und Ordnungsamt. Die Anlagen seien außerdem mit einem stillen Alarm gesichert. Werden sie beschädigt, wird das automatisch bei der Polizei gemeldet.

Scharfe Bilder?

Im Laufe des Dienstags soll nun eine Spezialfirma prüfen, wie stark die Blitzer beschädigt sind. Sie funktionieren zwar noch, aber es sei nicht sicher, ob die Fotos auch etwas werden, so Herbrig. Die Optik – zum Beispiel die Linse – oder die Technik der Kamera könne verschmiert oder beschädigt sein. Sollte dies der Fall sein, müsse die Kamera repariert und neu geeicht werden.

Farbattacke auf Blitzer

Es ist nicht das erste Mal, dass Blitzer in Bremerhaven beschädigt wurden, weiß Herbrig. Auf das Messgerät in der Langener Landstraße habe jemand vor Jahren einen Silvesterknaller gelegt. Am Blitzer an der Cherbourger Straße sind auch heute noch Spuren einer Farbattacke zu finden.

Nach wenigen Monaten beschädigt

Schon vor fast 15 Jahren waren den Vandalen gerade neue Messgeräte ein Dorn im Auge: Im November 2003 wurde der Blitzer in der Cherbourger Straße aufgestellt und schon im April 2004 fiel er beschädigt aus.

Polizei sucht Zeugen

Unbekannte hatten die Blitzer in der Nacht zu Montag zwischen 1 und 2 Uhr angezündet. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und bittet um Zeugenhinweise unter 0471/9534444.

Philipp Overschmidt

Philipp Overschmidt

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Philipp Overschmidt, Jahrgang 1988, ist in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geboren und aufgewachsen. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie in Osnabrück. Nach seinem Volontariat bei der NORDSEE-ZEITUNG ist er seit 2017 Online-Redakteur für nord24.