Brandserie in Bremerhaven: Deshalb sind die Ermittlungen so schwer

Tatort Bremerhaven: 136 Brände, 10 Monate und noch immer gibt es offiziell keine Tatverdächtigen. Darüber hat nord24 mit der Leiterin der Sonderkommission „Feuer“, Nadine Laue gesprochen. Sie erklärt, warum die Ermittlungen so schwierig sind. 

Zeugenaussagen sind selten

So gibt es zum Beispiel Zeugenaussagen. „Aber das Problem ist: Zwischen dem Legen des Brandes und dem Entdecken des Feuers vergehen ein paar Minuten, so dass es selten Beobachtungen gibt“, so Laue.

Mehr Kontrollen möglich

Deshalb hat die Polizei Bremerhaven jetzt einen „besonderen Kontrollort“ eingerichtet. „Wir dürfen jetzt im Bereich Klushof und Goethestraße anlasslos Personen kontrollieren und auch durchsuchen“, so Laue. Dadurch entstehe ein hoher Kontrolldruck.

Namen an Staatsanwaltschaft übergeben

Mit kleinem Erfolg: „Einige Namen von Personen, die Bezüge zu den Bränden aufweisen, haben wir jetzt an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Und ich kann sagen, dass sich die Lage seitdem etwas beruhigt hat“, so Laue.

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Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.