Bremer SPD nominiert Bovenschulte als Bürgermeister-Kandidaten

Der Sozialdemokrat Andreas Bovenschulte soll nach dem Willen seiner Partei Regierungschef im Bundesland Bremen werden. Die Delegierten eines außerordentlichen Landesparteitages nominierten den 53-jährigen Juristen für das Amt des Bürgermeisters. Er erhielt 140 von 146 abgegebenen Stimmen. Es gab drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen. Das waren 95,9 Prozent Zustimmung.

Chance für Bremen und Bremerhaven

Die rot-grün-rote Koalition sei eine riesige Chance für Bremen, Bremerhaven und die SPD, sagte Bovenschulte. „Aber diese Chance müssen wir jetzt auch nutzen, denn eine weitere, die werden wir nicht mehr kriegen.“ Mit Blick auf die bevorstehende vierjährige Legislaturperiode appellierte der Politiker an den Teamgeist: Er wolle kein „Bürgermeister einer Wettbewerbskoalition“ sein. Nur wenn die Koalition insgesamt gut dastehe, dann stehe auch die SPD gut da. „Wir sind das Bündnis des gesunden Menschenverstandes.“

Wahl des Bremer Senats am 15. August

Der erst vor rund zwei Wochen zum SPD-Fraktionschef gewählte Bovenschulte soll Nachfolger des scheidenden Bürgermeisters Carsten Sieling (SPD) werden. Sieling hatte als Konsequenz aus dem SPD-Debakel bei der Bürgerschaftswahl am 26. Mai seinen Rückzug angekündigt. Bovenschulte war bis vor Kurzem Bürgermeister der niedersächsischen Gemeinde Weyhe im Kreis Diepholz. Die Wahl des Bremer Senats (Landesregierung) erfolgt durch die Bürgerschaft am 15. August.

 

Einzelheiten zur Wahl lest Ihr am Montag, 8. Juli, in der NORDSEE-ZEITUNG.