Bremerhaven: 100 Millionen Euro für Windradhersteller Senvion

Der insolvente Windrad-Hersteller Senvion hat sich nach eigenen Angaben einen dringend benötigten Kreditvertrag über 100 Millionen Euro gesichert. Das Unternehmen  betreibt das letzte Windanlagen-Werk in Bremerhaven mit etwa 230 Mitarbeitern.

Geschäfte weiterführen

Der Kredit mit einer Laufzeit von 12 Monaten ermögliche „die Fortführung der Geschäftstätigkeit“, erklärte Senvion. Senvion hatte vergangene Woche Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen benötigt frisches Kapital, das jedoch bislang nicht zu akzeptablen Bedingungen zu erhalten gewesen war.

Keine Gewinne

Der Windrad-Hersteller beschäftigt weltweit rund 4000 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Senvion hat bereits seit mehreren Jahren keine Gewinne erwirtschaftet. Verantwortlich dafür waren wohl nach Stimmen aus der Branche auch eigene Mängel. Windkraftwerke wurden nicht pünktlich abgeliefert und kamen nicht ins Laufen, was wiederum zu Strafzahlungen führte.

Arbeitsplätze sichern

Die Gewerkschaft IG Metall Küste und die Betriebsräte wollen erreichen, dass die Senvion-Arbeitsplätze in Deutschland sowie das Unternehmen als Ganzes mit allen Standorten erhalten bleiben. Insgesamt hat Senvion 1,3 Milliarden Euro Schulden. Die Insolvenz führt in Bremerhaven zu einer erneuten Diskussion um das Offshore-Terminal. (dpa)