Bremerhaven: ADFC kritisiert mangelndes Radverkehrskonzept

Die Entscheidung, Radfahrer an der Kennedybrücke in Bremerhaven weiter auf dem Gehweg fahren zu lassen, sorgt beim ADFC für Unverständnis. Für deren Vorsitzenden ist das ein Beispiel dafür, dass Radfahrern in Bremerhaven nicht genügend Raum gegeben wird. Die Politik widerspricht und sagt: Eine Nord-Süd-Achse von Wulsdorf bis zur neuen Aue soll künftig alles besser machen. 

ADFC kritisiert „Autopolitik“ in Bremerhaven

„Das Auto und seine optimale Nutzung bestimmen das Denken und Handeln der regierenden Parteien – gegen jede Vernunft“, sagt Christian Peters, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Bremerhaven. Die Entscheidung der Kennedybrücke sei ein Beleg dafür, dass das Radverkehrskonzept aus 2014 noch immer nicht umgesetzt sei, ein anderer.

Koalition plant Nord-Süd-Achse für den Radverkehr

SPD und CDU sagen, dass kein Geld in der Stadt sei, um alle Punkte des Radverkehrskonzeptes umzusetzen. Dort, wo Straßen saniert würden, seien auch die Radwege ein Thema. Die Nord-Süd-Achse, die von Wulsdorf in den Fischereihafen und von dort weiter über den Elbinger Platz bis hoch zur neuen Aue führen soll, ist für Sönke Allers von der SPD ein erster Aufschlag, das Radverkehrskonzept umzusetzen. Details und Finanzierung müssten jetzt noch geklärt werden.

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Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.