Bremerhaven: Auto stürzt in die Geeste – Frau stirbt

In der Nacht zu Sonntag ist es an der Geeste in Bremerhaven zu einem Unfall gekommen, bei dem eine Frau ums Leben kam. Sie war mit ihrem Auto in Höhe des Historischen Museums in den Fluss gefahren.

Taucher kann Auto nicht öffnen

Der Vorfall ereignete sich laut Feuerwehr um 1.14 Uhr. Augenzeugen riefen sofort den Notruf, woraufhin die Feuerwehr mit einem Rettungstaucher anrückte. Durch die Flut war der Wagen ein Stück weit flussaufwärts – zwischen Kanu-Verein und Marineoperationsschule getrieben worden. Das Auto lag dort auf dem Kopf und war mit dem Dach soweit in den Schlick hinein gedrückt worden, dass es sich von dem Rettungstaucher nicht öffnen ließ.

Rettungskran

Mithilfe der DGZRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger) und der Wasserschutzpolizei konnte der Pkw dann wieder in Richtung der Alten Geestebrücke gezogen werden, wo die Feuerwehr ihn mit einem Rettungskran aus dem Wasser heben konnte. Bis dahin waren allerdings rund zwei Stunden vergangen, sodass bei der Seniorin auf dem Fahrersitz nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Die Polizei ermittelt nun zu der Unfallursache.

„Gafferproblematik“

Die Alte Geestebrücke musste für die Dauer des Einsatzes gesperrt werden. Dabei scheint es zu mehreren Vorfällen gekommen zu sein, bei denen Umstehende den Einsatz behinderten. Die Polizei spricht von einer „Gafferproblematik“. Mehrfach seien Platzverweise ausgesprochen worden, denen die Personen erst nach mehreren Verwarnungen nachgekommen seien.

Peter Gassner

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Peter Gassner, geboren am Niederrhein, volontierte nach seinem Studium der Geschichte und Politik im mittelhessischen Marburg bei der dort ansässigen Oberhessischen Presse. Nach Zwischenstation beim General-Anzeiger in Bonn wurde er nun an die Nordsee-Küste gespült. Besonderes Interesse an Sport aller Art.