Bremerhaven: Der Frühchenstation droht das Aus

Der Frühchenstation von Ameos am Standort Bremerhaven-Reinkenheide droht das Aus. Ab Ende April kann Ameos die ärztlichen Dienste nicht mehr sicherstellen.

Ameos schreibt Hilferuf

Ameos-Regionalgeschäftsführer Lars Timm bittet Gesundheitspolitiker in einem Schreiben, das der NORDSEE-ZEITUNG exklusiv vorliegt, um Hilfe zur Rettung der Station. „Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um die Versorgung weiter anzubieten“, sagt Timm.

Ameos findet keine Kinderärzte

„Bewerber sagen aber ab, weil sie in dem Konstrukt von zwei Standorten keine Perspektive sehen.“ Ameos betreibt die Frühchenstation in Reinkenheide, die Kinderklinik aber am Bürgerpark. „Ohne eine Gesamtentscheidung wird es jedoch nahezu unmöglich sein, den Betrieb aufrechtzuerhalten“, sagt Timm mit Blick auf laufende Verhandlungen über die Verteilung von Klinikabteilungen.

Risikoschwangere in andere Kliniken

„Stand heute braucht keine Schwangere beunruhigt sein“, sagt der Sprecher des Klinikums Reinkenheide, Sebastian Dost. Sollte es ab Mai keine Lösung zur Rettung der Neonatologie geben, müssten Risikoschwangere in anderen Kliniken entbinden – also zum Beispiel in Bremen oder Oldenburg.

Was Bremerhavens Gesundheitspolitiker zur Rettung der Frühchenstation sagen, lest ihr am Freitag in der NORDSEE-ZEITUNG.

Denise von der Ahé

Denise von der Ahé

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Redakteurin/Korrespondentin im Bremer Büro der NORDSEE-ZEITUNG. Kam nach Stationen bei der Saarbrücker Zeitung und der Braunschweiger Zeitung immer weiter Richtung Norden. Sie berichtet aus Bremen über alles, was dort entschieden wird und für Bremerhaven spannend und wichtig ist.