Bremerhaven: Deutsches Schifffahrtsmuseum ist „verpackt“

Endspurt im Zwischenlager des Deutschen Schifffahrtsmuseums im Fischereihafen in Bremerhaven: Ende September müssen auch die letzten 800 Ausstellungsstücke aus dem Museum am Alten Hafen verschwunden sein. Wenn alles umgezogen ist, beginnt die Modernisierung des Museums.

Werkstatt fertigt Kisten

Die Zimmerer aus der museumseigenen Werkstatt arbeiten mit Hochdruck: Sie haben für nahezu jedes Modell eine eigene Transport- und Aufbewahrungskiste gezimmert. Genormte Größen gibt es nicht, alles Einzelanfertigungen. Das gilt auch für die Verpackung. Schiffe ruhen auf extra genähten, fusselfreien Vlieskissen aus Tyvek, Figuren sind in Seidenpapier eingeschlagen und gelagert in säurefreien Archivkartons.

Umzug innerhalb der Stadt

Vom Alten Hafen geht es in den Fischereihafen. Dort liegt das Zwischenlager der maritimen Schätze. Ab Anfang November wird in Sichtweite des Interimslagers ein neues Forschungsdepot erbaut. Es soll Ende 2020 fertig sein.

Umzug in 2021

Dann ziehen die Exponate wieder um. Lediglich ein Viertel der Sammlung wird später in der Ausstellung für Besucher zu sehen sein. Der Rest wird dauerhaft im Depot bleiben. Bis alles umgezogen und ausgepackt ist, wird vermutlich ein ganzes Jahr vergehen, schätzt Opitz.

Maike Wessolowski

Maike Wessolowski

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In Remscheid, der "Seestadt auf dem Berge", aufgewachsen. Nach beruflicher und privater Wanderschaft durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen hat sie in der Seestadt Bremerhaven festgemacht. Dort, wo schon der Opa am liebsten Schiffe geguckt hat, will sie Menschen und ihre spannende Geschichten entdecken.