Bremerhaven: Ärztlicher Bereitschaftsdienst nach 23 Uhr nicht erreichbar

Der Rettungsdienst der Feuerwehr wird immer häufiger wegen Lappalien alarmiert. Feuerwehrdezernent Jörn Hoffmann (SPD) sagt, das liegt auch daran, dass der ärztliche Bereitschaftsdienst nach 23 Uhr nicht mehr erreichbar ist und fordert drei Bereitschaftspraxen, die rund um die Uhr besetzt sind. 

Drei neue Praxen gefordert

Wer nicht lebensbedrohlich erkrankt ist, hat weder bei der Feuerwehr noch in der Notaufnahme der Krankenhäuser etwas zu suchen. „Wir wollen für akut Erkrankte aber die ärztliche Bereitschaftsdienstversorgung verbessern“, sagt Hoffmann. Deshalb solle die kassenärztliche Vereinigung (KV) an allen drei Kliniken Bereitschaftspraxen einrichten, die rund um die Uhr besetzt werden.

Notaufnahme wird immer mehr beansprucht

Die KV lehnt diese Forderung entschieden ab. Es gäbe nicht genug Ärzte um drei Praxen zu besetzen, so Sprecher Christoph Fox. Wer nach 23 Uhr Hilfe brauche könne in den Krankenhäusern versorgt werden, das sei abgesprochen. Im Klinikum Reinkenheide ist die Zahl der Patienten in der Notaufnahme in den vergangenen fünf Jahren um 20 Prozent gestiegen, ein Drittel der Patienten gehört eigentlich zum Hausarzt.

Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.