Bremerhaven: Handwerker zu teuer für städtisches Projekt

Die Baubranche boomt, die Handwerker freuen sich. Verlierer werden die Kinder und Jugendlichen des Lehe-Treffs sein. Die Sanierung der Jugendeinrichtung in der Eupener Straße in Bremerhaven verzögert sich um drei Monate. Der Grund: Die Angebote, die auf die Ausschreibung für den Rohbau eingehen, sprengen das geplante Budget.

Baustelle ist verlassen

Im November 2017 wurde der Lehe-Treff abgesperrt. Im Inneren des Gebäudes sind ein paar Wände eingerissen worden und Elektroleitungen freigelegt. Handwerker sind nicht vor Ort, die Arbeit ruht.

„Ein Versehen der Handwerker“

Dass beim Besuch von nord24 die Tür zum Lehe-Treff unverschlossen gewesen sein soll, könne laut Seestadt-Immobilien „nur ein Versehen der Handwerker gewesen sein“. Anwohner hatten der nord24-Redaktion berichtet, dass die Eingangstür des Öfteren unverschlossen ist.

Stadt kann nicht mehr Geld ausgeben

Zum Start der Bauarbeiten waren noch nicht alle Gewerke vergeben. Die Gebote der Handwerker liegen deutlich über dem, was im Plan veranschlagt ist. Das könne die Stadt nicht bezahlen und sucht nun neue Handwerker.

Bund bezahlt Sanierung

Dass das Gebäude mit so viel Geld saniert werden kann, ist einem Bundesprogramm für Jugendliche zu verdanken. Die Stadt hat 3,4 Millionen Euro aus dem Fördertopf erhalten. 380.000 Euro zahlt sie selbst.

Maike Wessolowski

Maike Wessolowski

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In Remscheid, der "Seestadt auf dem Berge", aufgewachsen. Nach beruflicher und privater Wanderschaft durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen hat sie in der Seestadt Bremerhaven festgemacht. Dort, wo schon der Opa am liebsten Schiffe geguckt hat, will sie Menschen und ihre spannende Geschichten entdecken.