Bremerhaven-Lehe: Die Kistner-Sanierung wird teurer

Die Sanierung des Kistnergeländes in Bremerhaven-Lehe wird voraussichtlich um 2,3 Millionen Euro teurer. Die Gründe: Die Stabilisierung des Uferbereichs ist technisch deutlich aufwendiger als ursprünglich gedacht und die Erhaltung des denkmalgeschützten Schornsteins wird kostenintensiver.

Fördermittel von der EU

Das Geld dafür soll aus einem Förderprogramm der EU sowie aus Städtebauförderungsmitteln kommen. Die Stadtverordnetenversammlung soll in ihrer Sitzung am Donnerstag einen Antrag auf Erhöhung der Fördermittel von der EU stellen. Davon erhofft man sich zusätzliche 537.000 Euro.

Bund würde Geld dazuschießen

1,18 Millionen Euro sollen der Rücklage für die Städtebauförderung entnommen werden. Wenn die Stadt diesen Betrag zur Verfügung stellt, würde der Bund die fehlenden 592.667 Euro dazuschießen.

Sicherung des Ufers wird teurer

Zur Sicherung des Ufers sollte die marode Kaje ursprünglich durch eine davorgesetzte Stahlspundwand ersetzt werden. Im Untergrund sind jedoch tragfähige Bodenschichten erst in 13 bis 17 Metern Tiefe vorhanden. Die Spundwandbohlen müssten demnach 25 Meter lang sein und extrem aufwendig verankert werden.

Zusätzliche Kosten: 1,93 Millionen Euro

Aus diesem Grund schlagen die Ingenieure nun eine andere Lösung vor. Statt eine neue Kaje zu bauen, soll das Ufer als Böschung mit einer kleinen, unkomplizierten Spundwand am Fuß der Böschung ausgebaut werden. Doch auch das ist nur mit zusätzlichen 1,93 Millionen Euro zu machen.

Denkmalgeschützter Schornstein

Die zusätzlichen Kosten zur Sicherung des denkmalgeschützten Schornsteins werden auf 165.000 Euro beziffert. Hinzu kommen zusätzliche Ausgaben für die Projektsteuerung in Höhe von 20.000 Euro. Um das Areal baureif zu machen, sind demnach – Stand heute – 6.375.000 Euro nötig.