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Bremerhaven-Lehe: Kleingärtner am Ackmann geben auf

Abgefackelte Lauben, verwüstete Parzellen, säumige Pacht: Der Kleingartenverein Ackmann/Reuterhamm hat resigniert. Zu Jahresende gibt der Vorstand einen Großteil der Anlage an die Stadt zurück. Doch davor müssen die verbliebenen rund 40 Pächter entweder umsiedeln oder ohne Entschädigung ihre Gärten hergeben. Eine Mammutaufgabe für den Vorstand.

Zwei Lauben zu Ostern abgebrannt

Hilflos steht der Vorsitzende Gerd Mindermann vor den Trümmern verlassener Gärten. Und vor verrußten Ruinen – an Ostern sind gleich zwei Lauben abgebrannt. „Und dann haben wir auch noch einen Wasserrohrbruch“, ächzt der 71-Jährige. „Wir müssen den selbst reparieren, für Firmen haben wir das Geld nicht.“

Mindermann zeigt der Altpächterin Lieselotte Lüdemann den Teil der Anlage, der erhalten bleibt. Aber die 78-Jährige will nicht mehr dorthin umsiedeln, sie muss ihre Oase aufgeben. Foto Schwan

Manche Pächter werden umgesiedelt

Zwischen den zugewucherten Parzellen voller Unrat schimmern immer noch ein paar schöne Oasen.  Deren Pächter und die, die aus Altersgründen die Gartenarbeit eh nicht mehr schaffen, haben dem Aufhebungsvertrag nun zugestimmt. Und eine Handvoll Gärtner kann umsiedeln – in den gepflegten Teil der Vereinsanlage.

Ab 2019 plant die Stadt hier Baugrund

Erst wenn alle Hobbygärtner das ganze Gebiet, 55.000 Quadratmeter Land, verlassen haben, kann der Verein den Aufhebungsvertrag mit der Stadt besiegeln. Danach, 2019, will die Stäwog hier neue Baugrundstücke entwickeln.

Video zur Situation am Ackmann: