Anzeige

Bremerhaven: Lkw-Fahrer rammt Reh auf der Wurster Straße

Der 40-jährige Fahrer eines Sattelzugs hat in der Nacht zu Donnerstag ein Reh auf der Wurster Straße in Bremerhaven gerammt. Für das Tier endete der Unfall tödlich. 

Reh stirbt an der Unfallstelle

Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt, doch es entstand Sachschaden. Der 40-Jährige war vom Überseehafen in Richtung Autobahn unterwegs. Plötzlich kam das Reh aus dem Unterholz auf die Fahrbahn gelaufen. Der Fahrer hatte keine Chance mehr rechtzeitig zu bremsen und erfasste das Tier. Es verstarb noch an der Unfallstelle.

Polizei Bremerhaven gibt Tipps

Wenn man diese Tipps der Polizei Bremerhaven beherzigt, kann das Unfallrisiko erheblich reduziert werden:

  • Wird durch Warnschilder „Wildwechsel“ angezeigt, sofort Fuß vom Gas, langsam und konzentriert fahren. Wald- und Straßenränder sorgfältig im Auge behalten und bremsbereit sein.
  • Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, während der Nacht und bei Nebel.
  • Besonders gefährlich sind neue Straßen, die durch Waldgebiete führen, weil Wild die gewohnten Wechsel beibehält.
  • Ein Tier kommt selten allein. Immer mit „Nachzüglern“ rechnen.
  • Nachts in bewaldeten Gegenden – wann immer möglich – mit Fernlicht fahren. So wirken die Augen der Tiere wie Rückstrahler und sind besser zu erkennen. Taucht Wild im Scheinwerferlicht auf, sofort abblenden, bremsen und hupen.
  • Besondere Vorsicht ist in Ausflugsgegenden geboten. Dort wird Wild oft aufgescheucht.

Was ist zu tun ist, falls ein Unfall doch nicht mehr vermieden werden konnte?

  • Lässt sich ein Zusammenprall mit dem Wild nicht vermeiden, Lenkrad gut festhalten und weiterfahren. Auf keinen Fall ausweichen. Ausweichmanöver können schlimme Folgen haben. Auch für andere Verkehrsteilnehmer.
  • Sofort Warnblinkanlage einschalten und Unfallstelle absichern.
  • Das Tier an den Randstreifen schaffen, damit keine Folgeunfälle passieren.
  • Wegen eventueller Tollwutgefahr das Tier nicht mit bloßen Händen anfassen.
  • Wild niemals mitnehmen! Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig.
  • Einem angefahrenen und verletzten Tier, das flüchtig ist, nicht folgen. Für die spätere Meldung Fluchtrichtung merken oder markieren.
  • Unfall unverzüglich der Polizei melden.
Philipp Overschmidt

Philipp Overschmidt

zeige alle Beiträge

Philipp Overschmidt, Jahrgang 1988, ist in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geboren und aufgewachsen. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie in Osnabrück. Nach seinem Volontariat bei der NORDSEE-ZEITUNG ist er seit 2017 Online-Redakteur für nord24.